BöSEL - „Eine gegenseitige Unterstützung in Europa ist notwendig“, sagt Heiner Meinerling, der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Bösel. Und gerade deshalb startet die Kolpingsfamilie vom 18. bis zum 25. September wieder einen Hilfstransport nach Litauen. Bereits zum zwölften Mal wird diese Hilfsaktion von den Böselern organisiert. In diesem Jahr werden Heiner Meinerling, Edmund Oltmann, Jürgen Dirks, Frank Linke und Karl-Heinz Oltmann den Transport begleiten. Als Lkw-Fahrer werden Reinhold Willenborg und Dieter Przybille dabei sein. Ziel ist die 1400 Kilometer entfernte Partnergemeinde Miroslavas in Litauen.
Die Vorbereitungen laufen bereits jetzt auf Hochtouren. Alle Fahrer und Mitfahrer und Helfer machen alles ehrenamtlich und opfern dafür sogar ihre Urlaubstage. „Wenn man den Idealismus nicht hat, kann man das nicht machen“, sagt Heiner Meinerling.
Die Helfer stellten fest, dass die Not im ländlichen Gebiet immer noch sehr groß ist. „Es herrscht eine hohe Arbeitslosigkeit, Armut und Perspektivlosigkeit. Gerade für die Jugendlichen müssen dringend Perspektiven geschaffen werden“, so die Helfer.
Untergebracht wird das Team der Kolpingsfamilie bei Gastfamilien. Im Laufe der Jahre sind viele Freundschaften entstanden. Doch der Hilfstransport der Böseler beschränkt sich nicht mehr nur auf Miroslavas, sondern auch die Umgebung wird versorgt. Besonders am Herzen liegt der Kolpingsfamilie eine Schule in der Nähe von Kaunas: In diesem Jahr werden sie ausgediente Tafeln und Monitore von hier mitnehmen.
Für den Hilfstransport benötigt die Kolpingsfamilie noch weitere Spenden wie Kleidung und Schuhe besonders für den Winter, aber auch Fahrräder, Matratzen, Toilettenstühle, Rollatoren, Elektogeräte und vieles mehr, was für den täglichen Bedarf benötigt wird. Da das Team der Kolpingsfamilie zurzeit noch nicht über eine geeignete Sammelstelle verfügt, können Spenden sonnabends von 8 bis 13 Uhr bei Edmund Oltmann, Vidamer Straße 12, Telefon 04494/86040 oder bei Heiner Meinerling, Wiesenweg 3, Telefon 04494/1523 abgegeben werden. Die Helfer sind auch dringend auf Geldspenden angewiesen. Spendenquittungen können ausgestellt werden – ein Konto ist bei der Volksbank Bösel eingerichtet.
Am Sonnabend, 4. September, ist darüber hinaus eine Hilfsaktion geplant: Vor den Böseler Supermärkten bitten die Helfer um Spenden für die Familien in Litauen. Gesammelt werden haltbare Lebensmittel wie Kaffee, Tee, Kakao, Nudeln, Reis, Konserven oder Schokolade, aber auch Reinigungs- und Hygienemittel. Warum die Helfer jedes Jahr aufs Neue den weiten Weg nach Litauen auf sich nehmen? Die Antwort weiß Dieter Przybille: „Das Funkeln in den Augen der Kinder zu sehen, motiviert jedes Mal für eine neue Fahrt!“
