BöSEL - BÖSEL/WL - Großer Bahnhof am Ostersonntag am Lager des Arbeitskreises „Hilfe für Tschernobyl“ in Bösel: Viele waren gekommen, um den Hilfstransport nach Weißrussland zu verabschieden.
Drei 40-Tonnen-Lastzüge und zwei Wohnmobile gingen auf die Reise in die fast 2000 Kilometer entfernte Stadt Retschiza. Herbert Bley, Ralf Meyer, Frank Schwalm, Maria Block, Hans Olliges, Heribert Menke, Elvira Kindler, Ludger Meinere, Franz Niemöller, Alfons Elberfeld, Gerd Stock, Ludwig Wreesmann, Martin Pille und Tatjana Gerlitz werden heute am Morgen an ihrem Ziel erwartet.
„Wir haben ein kleines Jubiläum“, sagte Herbert Bley vor der Abfahrt. Zum 10. Mal starteten die Böseler einen solchen Hilfstransport. 2400 familiengerecht verpackte Pakete, Krankenhausbetten, Rollstühle, Gehhilfen, Lebensmittel und viele andere Güter sind mit an Bord. Der Zielort Retschiza liegt unweit des nuklearen Sperrgebiets in Belarus. Von hier aus wollen die Helferinnen und Helfer umliegende Dörfer aufsuchen, um die Pakete direkt an Familien auszuliefern.
Die gesamte Bevölkerung Bösels und Umgebung steht hinter der großen Hilfsaktion. Das ganze Jahr über ist „Tschernobyl-Hilfe“ angesagt. Da werden die Hilfsgüter gesammelt, sortiert und – vorwiegend – von den KFD-Frauen familiengerecht verpackt. Am kommenden Sonnabend, 2. April, werden die Helfer zurückerwartet.
