BöSEL - Hans Fennen (74) aus Bösel hat ein besonderes Hobby. Seitdem der Tischlermeister im Jahr 2000 in den Ruhestand gegangen ist, beschäftigt er sich mit dem Drechseln. „Ich bin Tischlermeister, habe aber einen Metallbaubetrieb geleitet“, berichtet Fennen. Er hatte bis vor acht Jahren selbst noch nie an einer Drechselbank gestanden. „Nachdem ich mir das mit dem Drechseln überlegt hatte, habe ich einen Einführungskurs in Sandhatten belegt. Den Rest habe ich mir dann selbst beigebracht“, sagt Fennen.

Die Resultate seiner Arbeit an der eigenen Drechselbank sind in der Volksbank Bösel zu sehen. Dort werden die teilweise sehr ausgefallenen Stücke des Rentners jetzt ausgestellt. Neben Schalen, Schachbrettern und Kerzenständern kann man – während der Öffnungszeiten der Bank im Schalterbereich und nach Schalterschluss im Foyer – auch einen Schlitten und eine über zwei Meter hohe Weihnachtspyramide bestaunen. „Alle Teile der Pyramide habe ich selbst gedrechselt. Sie besteht aus serbischer Lerche“, verrät Fennen. Seine Exponate fertigt Fennen aus vielen verschiedenen und außergewöhnlichen Holzsorten, wie Robinienholz aus Afrika oder Mirantiholz aus den Tropen. Auch hiesige Hölzer wie Kiefer oder Eiche werden zu Kunstwerken verarbeitet. Doch verkaufen möchte Fennen diese nicht, vielmehr möchte der 74-Jährige die Menschen auf das Hobbydrechseln aufmerksam machen. „Ich habe das Gefühl, dass das Drechselhandwerk immer mehr in den Hintergrund tritt und möchte etwas dagegen tun“,

sagt Fennen.

Interessierte, die das Drechseln lernen möchten, können sich bei Hans Fennen unter 04494/8511 melden.