BöSEL-HüLSBERG - Die Antwort auf die Frage, welches ihrer Meinung nach das leckerste Essen zu Weihnachten ist, muss sich Josefa Sandmann aus Bösel-Hülsberg nicht lange überlegen. „Rehbraten ist am leckersten und ist auch gar nicht schwierig zuzubereiten“, findet die 62-jährige Landfrau.

Jemand, der nicht so viel Erfahrung und Routine bei der Zubereitung von Festessen hat, mag an dieser Aussage leise Zweifel haben. Aber da winkt Josefa Sandmann ab und beruhigt: „Vieles kann man ja schon vorbereiten. Ich finde nicht, dass man sich an den Weihnachtstagen unnötig abrackern muss.“ Warum gerade der Rehbraten ihr Lieblingsweihnachtsgericht ist, erklärt Josefa Sandmann so: „Ich finde, dass Rehbraten gut in den Winter passt.“

Gute Vorbereitung ist Josefa Sandmanns Zauberformel. Wer ihr Rezept einmal selber ausprobieren möchte, dem rät die resolute 62-Jährige: „Den Rehbraten sollte man drei Tage lang in Buttermilch einlegen. Er muss richtig darin schwimmen. Dann wird das Fleisch schön zart.“

Für den Geschmack gibt Josefa Sandmann Zwiebeln, bunte Pfefferkörner, Senfkörner, Nelken und Lorbeerblätter in die Buttermilch. Das Fleisch wird dann vor dem Braten mit Küchenkrepp abgetupft und in geräucherten Speck eingewickelt. „Der Braten kommt für 15 Minuten bei 200 bis 220 Grad in den Backofen“, erklärt die Böselerin. Nach dem Anbraten darf das Fleisch für eine Stunde bei 120 Grad garen. Als Beilagen empfiehlt sie selbst gemachten Rotkohl, Rosenkohl und Salzkartoffeln. „Den Rotkohl kann man schon vorbereiten und einfrieren“, weiß sie. Ihre Familie mag den Rotkohl am liebsten mild, mit einer feinen süß-sauren Note.

Dazu schwitzt Josefa Sandmann den Rotkohl in etwas Schmalz an und gibt ein wenig Essig und Salz dazu. Anschließend wird mit Rotwein aufgefüllt und mit Zwiebeln, Lorbeerblatt und Nelken verfeinert. „Außerdem gebe ich etwas Johannisbeergelee dazu. Wenn der Kohl noch bissfest ist, kommen für fünf Minuten klein geschnittene Äpfel dazu“, verrät die Köchin. Beim Rosenkohl macht sich die Landfrau es einfach: „Ich nehme tiefgefrorenen Rosenkohl. Ich koche ihn für zehn Minuten mit einer Prise Salz in Wasser. Zum Schluss gebe ich etwas Butter und Muskatnuss dazu . Das schmeckt einmalig.“


rechnet Josefa Sandmann 150 Gramm Fleisch.

des Bratens werden drei bis fünf Liter Buttermilch benötigt.

Gästen werden circa zwei Kilogramm Kartoffeln benötigt.

Rotkohl und ein Kilogramm Rosenkohl reichen aus.

passt eine klare Rinderbouillon.

mit heißen Kirschen eigenen sich als Nachtisch, rät Josef Sandmann.