BöSEL - Entwarnung für die Anwohner der Straße „Am Pool“: Die Straße wird weiterhin von der Friesoyther Straße aus zu erreichen sein. Bösels Bürgermeister Hermann Block hat nun gegenüber der NWZ bestätigt, dass die Unfallkommission keine neue Entscheidung zu der Kreuzung L 835/Am Pool/Eschstraße getroffen hat (die NWZ berichtete). „Uns liegt noch kein offizielles Schreiben vor, aber die Unfallkommission hat sich nun an das Landesamt für Straßenbau und Verkehr gewendet.“ Aus dem Schreiben gehe hervor, dass „die Verbindlichkeit, die wir aus einem Gespräch mit Mitgliedern der Kommission mitgenommen hatten, so nicht mehr gesehen wird“, sagte Hermann Block. Die Folge: Die Gemeinde wird die Straßendurchfahrt nicht sperren. Das werde er den Gremien in den nächsten Sitzungen ans Herz legen.

„Zu keiner Zeit war es der Plan der Verwaltung oder des Rates, die Straße abzuhängen“, sagte Block weiter. Der zuständige Sachgebietsleiter im Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Franz Kleene, und Kommissionsmitglied Klaus Fangmann hatten schon gegenüber der NWZ erklärt, dass eine solche Lösung nicht glücklich sei. Aus diesem Grund heißt es im Schreiben an das Lingener Landesamt: „Nach Auffassung der Mitglieder der Unfallkommission ist die Maßnahme kein geeignetes Mittel, um das Unfallgeschehen dauerhaft zu senken.“

Block geht in die Offensive: Nie sei es darum gegangen, die Straße dauerhaft abzuhängen. Auch die „flankierenden Maßnahmen“, wie eine weitere Geschwindigkeitsbegrenzung, ein Überholverbot oder einen Geschwindigkeitsmesser, dienten nur als Sofortmaßnahmen.

Nun werde der Plan, einen Kreisverkehr zu bauen, vorangetrieben. Im Arbeitskreis „Dorferneuerung“ befasst man sich derzeit vorrangig mit diesem Thema. Und so könnte der Ortseingang Bösel neu gestaltet werden. Doch bis der Kreisverkehr (oder eine Ampel) tatsächlich gebaut werden kann, vergeht wohl noch ein Jahr. Nun müsse die Bauleitplanung angeschoben werden. Blocks Prognose: „Wenn alles planmäßig läuft, geht der Bau im Herbst 2010 los.“ Vorher müsse der Unfallschwerpunkt entschärft werden: „Ich bin zuversichtlich, dass wir uns da mit dem Landesamt einig werden.“