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Kegeln Böseler Sieben wollen alle Neune

Gabriel Jülke

BöSEL - „Ein dreifaches Gut – Holz“. Dieser Sprechchor hallt oft durch die Kegelbahn im Gasthof Sommer, und das auch schon seit sehr langer Zeit. 1953 gründeten sieben Böseler Kegelfreunde den Kegelclub „Böseler Sieben“. Heute sind es neun Kegelbrüder, die jeden Donnerstagabend die Tradition hoch halten und auf „Gut Holz“ werfen.

„Eigentlich ist der Club noch viel älter“, weiß Franz Schwalm. Die Gründer hätten schon vor dem zweiten Weltkrieg gekegelt, 1953 sei nur die Neugründung und Namensgebung erfolgt.

Schwalm ist das derzeit älteste Mitglied des Clubs. „Am 9. März 1961 bin ich beigetreten“, erinnert sich der 77-Jährige genau. Damals kegelten die Böseler Sieben noch bei Turnieren mit. Der Siegerpokal, den Schwalm und seine Kegelbrüder auf dem Lokalturnier im Gasthof Sommer 1973 gewannen, hat einen Ehrenplatz auf der Kegelbahn.

Heute begnügen sich die acht Herren um Kegelvater Franz-Josef Lübbe damit, in Zweierteams gegeneinander anzutreten. Gespielt wird immer in die Vollen, zehn Wurf auf der linken, dann zehn auf der rechten Bahn. „Das hier ist eine Bohlenbahn“, erklärt Theo Oltmann. „Wir können hier gar keine Bilder kegeln.“ Die Bahn stellt nach einem Wurf automatisch alle neun Kegel wieder auf. Doch das stört die derzeit neun Kegelbrüder weniger, ihnen geht es um das gesellige Beisammensein. In fröhlicher Runde wird erzählt, diskutiert und das eine oder andere Gläschen geleert. Geschnackt wird Platt.

Ausflüge unternehmen die Böseler Sieben auch. „Wir waren zuletzt in Bautzen in der Lausitz“, so der 82-Jährige Oltmann. „Aber wir waren auch schon in Irland, Petersburg, Finnland, Paris und Prag.“ Dabei haben sie einige Abenteuer erlebt, wie auf ihrer Leipzig-Tour: „Das war während des großen Hochwassers 2011“, berichtet Frank Holubek, der nach eigenen Aussagen dabei ist, „um Platt zu lernen“. „Wir sind sehr früh geweckt worden, weil das Wasser schon bei uns im Hotelzimmer stand. Da sind wir sicherheitshalber vorzeitig abgereist.“


Bis vor kurzem waren es wirklich noch sieben, doch seit zwei Wochen gibt es zwei neue Gesichter im Kreis der Kegelbrüder. Walter Knies und Arnold Sieger sind frisch dabei. „Mir gefällt der Club sehr gut“, sagt der ehemalige selbstständige Kaufmann Knies. „Nicht zu alt, nicht zu jung – aber noch gut unterwegs.“

NWZ

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