BöSEL - Seit dem 1. September 2003 ist Alfred Nordenbrock Küster in der St. Cäcilia Kirche zu Bösel. Eigentlich ist er schon länger in diesem Beruf aktiv. Denn sein Großvater und sein Vater übten ebenfalls diese Tätigkeit aus. So blieb es nicht aus, dass er beide unterstützte und auch mal aushalf. „Es ist ein schöner Beruf“, sagt Alfred Nordenbrock. Da macht ihm auch die „Sieben-Tage-Woche“ nichts aus. „Der Küsterdienst liegt mir sehr", so Nordenbrock. Er erinnert sich an die Sakristanausbildung. Hier ist der Titel eines Lehrbuchs sinngemäß „Der Küsterdienst besteht nicht nur aus Glockenläuten“. Alfred Nordenbrock weiß das: „Der Küster ist der erste der kommt und der letzte der geht". So ist er auch dankbar, dass seine Familie – besonders Ehefrau Marianne – hinter ihm steht und ihn unterstützt.

Neben der Osterzeit sind die Advents- und Weihnachtstage schön – aber auch arbeitsintensiv. „Gerade an den Weihnachtstagen werden viele Gottesdienstbesucher erwartet“, sagt Nordenbrock. So galt es, in den vergangenen Wochen und nun am Heiligen Abend viel vorzubereiten.

Vor einigen Wochen ist er mit Ehefrau Marianne auf der Suche nach den beiden großen Tannenbäumen gewesen, die nun den Hauptaltar schmücken. Zusammen hat das Ehepaar die Bäume aufgestellt. Viele weitere Aufgaben fallen an. So wird die Kirche noch einmal vor den Festgottesdiensten gereinigt. An vieles ist zu denken. Es müssen neue lange Kerzen auf den Altar und Hochaltar, die Decken müssen frisch gewaschen sein und die Kerzenständer frisch poliert werden. Wegen der Vielzahl der Gottesdienstbesucher müssen genügend Hostien vorhanden sein. Für die Sonderkollekte am Heiligen Abend für Adveniat müssen größere Sammelbehälter vorhanden sein.

Gleich drei Gottesdienste werden am Heiligen Abend gefeiert: ein Krippenspiel um 15 Uhr, Christmessen um 17 und 22 Uhr. Dann sind die Mikrofone bereit zu legen, Weihrauch für die Messdiener vorzubereiten, Flambos für Messdiener bereitzuhalten und natürlich die liturgischen Gewänder auszulegen.

Wann feiert ein Küster eigentlich Bescherung?. Auf diese Frage antwortet Nordenbrock spontan: „Natürlich am Heiligen Abend“. Nämlich zwischen den Gottesdiensten. Nach der 17 Uhr Messe geht es schnell nach Hause zum Essen und zum Bescheren – gegen 21 Uhr dann zurück zur Vorbereitung der Christmesse.