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Landwirtschaft Kühe und Schweine frieren nicht

Anna Maria Weiss

BöSEL - Fünf Grad Celsius herrschen im Kälberstall auf dem Bauernhof von Heinz Sprock in Bösel. Das reicht den Tieren. Der 46-jährige Vorsitzende des Landvolkverbandes Bösel-Petersdorf erklärt: „Das ist den Kälbern nicht zu kalt. Der Stall ist isoliert.“ Generell seien Rinder relativ unempfindlich. Sprock meint: „Wenn die Rinder daran gewöhnt sind, draußen zu sein, passen sie sich automatisch den Temperaturen an.“ Mit zugefüttertem Kraftfutter aus Heu sowie Gras- und Maissilage und einem Unterstand wäre es theoretisch auch möglich, die Rinder im Winter auf der Weide zu halten.

Isolierte und beheizte Ställe

Auf Sprocks Hof jedoch, wie auf den meisten Höfen in der Gemeinde Bösel, befinden sich die Tiere im isolierten und beheizbaren Stall. Dort sind sie Sommer wie Winter, da der Landwirt Mastbullen und Schweine hält. „Es gibt auch Höfe, die haben so genannte Außenklimaställe. Die sind nicht beheizt, bieten aber Schutz vor Zugluft“, so der Landwirt.

Rinder kommen im Außenklimastall auch im Winter gut zurecht, der Landwirt muss allerdings mit mehr Arbeit rechnen. So kann es sein, dass Wasserleitungen aufgetaut werden müssen, damit die Tiere an der Tränke auch Wasser bekommen.

Auch bei Schweinen ist in der Gemeinde Bösel eine Außenhaltung unüblich, so Sprock. Das liege nicht daran, dass die Tiere dies nicht vertragen würden. Auch Schweine seien in der Lage, sich an Temperaturveränderungen zu gewöhnen. Sie fräßen sich dann eine Speckschicht an. „Das ist aber für den Landwirt teuer, weil er ja ordentlich füttern muss“, sagt Sprock. Außerdem sei die Außenhaltung einfach zu arbeitsintensiv.

Konstante 21 Grad Celsius

Und Arbeit haben die Landwirte schon genug. Ehefrau Sabine Sprock (42) erklärt: „Wir müssen jetzt natürlich öfter die Temperatur in den Ställen kontrollieren, in den Schweineställen sollte es konstant 21 Grad warm sein. Außerdem muss ich bei den Sauen öfter nachstreuen, weil bei dieser Witterung das Stroh schneller feucht wird.“ Es muss also in den Ställen ordentlich geheizt werden. „Das kann teuer werden, außer man hat eine Biogasanlage neben dem Stall stehen“, so Sprock.


Was die Futtermittel angeht, macht Sprock sich auch im strengsten Winter keine Sorgen. „Natürlich haben die Landhändler, die uns das Futter bringen, bei diesem Wetter größere Schwierigkeiten mit dem Transport. Sie sind aber immer bemüht das Futter termingerecht zu liefern. Bisher hat es immer geklappt.“

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