BöSEL - Der Besuch des Stadtfestes in Dippoldiswalde gehört als Ausdruck des gegenseitigen Verständnisses und der partnerschaftlichen Verbundenheit zum jährlichen Programm der kommunalen Verbindung. In diesem Jahr standen für die 30-köpfige Reisegruppe aus Bösel die Kontaktpflege und Besichtigungen im nahe gelegenen Dresden auf dem Programm.

Die Delegation hatte sich am vergangenen Freitag auf den 550 Kilometer langen Weg in den Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gemacht, um pünktlich um 18 Uhr zur Eröffnung des Stadtfestes und zum Freibieranstich mit Oberbürgermeisters (OB) Ralf Kerndt auf dem historischen Marktplatz vor Ort zu sein. Bei einem gemeinsamen Abendessen mit Vertretern der Stadt Dippolidiswalde sowie des örtlichen Handels- und Gewerbevereins wurde über den Ausbau der Aktivitäten beider Städte diskutiert. Oberbürgermeister Kerndt zeigte sich erfreut über die erneut große Resonanz aus Bösel, sich in die Städtepartnerschaft einzubringen. Für Bösels Bürgermeister Hermann Block, der gleichzeitig Präsident des Vereins Euro Bösel e.V. ist, hatte er die frohe Kunde, dass in diesem Jahr zum 50. Jubiläum der Musiktage gleich zwei Musikgruppen und eine offizielle Delegation aus Dipps anreisen werden. Ob Kerndt selbst noch als Oberbürgermeister die Reisegruppe anführen wird, bleibt den Wählern vorbehalten, denn am kommenden Sonntag finden in Dippoldiswalde Oberbürgermeisterwahlen statt.

Das Schloss Moritzburg und das Fasanenschlösschen unmittelbar vor den Toren Dresdens mit ihrer vielfältigen Garten- und Teichlandschaft war am Sonnabend ein kulturelles und historisches Erlebnis. In einer Sonderführung wurde das Fasanenschlösschen besichtigt. Es entstand zwischen 1770 und 1776 unter Kurfürst Friedrich August III., einem Urenkel Augusts des Starken. Es wurde ausschließlich als Sommer- und Jagdresidenz genutzt und inzwischen vom Freistaat Sachsen originalgetreu restauriert.

In der Altstadt Dresdens ließ das fürstliche Ambiente einer Großkutsche bei einer Rundfahrt einen unvergesslichen Blick auf die Wahrzeichen wie Zwinger, Semperoper, Fürstenzug und Frauenkirche zu. Von der Brühlschen Terrasse aus – bei sommerlichem Wetter – war ein herrlicher Blick auf das Panorama der Innenstadt mit dem Finanzministerium möglich.

Bei Stadtfest-Flair genossen die Böseler dann mit ihren Dippser-Freunden den Abend auf dem Marktplatz. Vor der Abreise am Sonntag lud die Weißeritztalbahn, die dienstälteste dampfbetriebene Schmalspurbahn Deutschlands, zu einer Fahrt durch die Naturlandschaft entlang des Flusses „Weißeritz“ und entlang der Talsperre ein.