BöSEL/PETERSDORF - Der neue gemeinsame Pfarrgemeinderat wird 21 Mitglieder haben. Die Fusion wird am 30. Oktober mit einem Festakt gefeiert.
von thomas haselier
BÖSEL/PETERSDORF - Kurz vor ihrer endgültigen Fusion stehen die Kirchengemeinden St. Cäcilia Bösel und St. Peter und Paul Petersdorf. Am Sonntag, 30. Oktober, gibt es den feierlichen Festakt zur Fusion mit einem Gottesdienst und einem Empfang. Unmittelbar daran, am 5./6. November, schließt sich die Neuwahl des ersten gemeinsamen Pfarrgemeinderates (siehe Kandidatenliste im Kasten unten).Nach Angaben von Reinhard Lanfer, Vorsitzender des noch amtierenden Pfargemeinderates St. Cäcilia Bösel und Vorsitzender des Wahlausschusses, wird der neue Pfarrgemeinderat insgesamt 21 Mitglieder zählen (für Gemeinden mit mehr als 5000 Gemeindemitgliedern) , 14 davon sind zu wählen. Die übrigen sind die Priester, Diakone und die Pastoralreferentin sowie vom Pfarrer berufene Mitglieder.
Bisher haben sich 18 Kandidaten beim Wahlausschuss, dem auch Pfarrer Norbert Bleker angehört, gemeldet. Weitere Meldungen sind noch möglich bis zum 9. Oktober. Voraussetzung dafür sind mindestens zwölf Unterschriften, die formlos beim Wahlausschuss eingereicht werden könen. Vordrucke zur Einverständniserklärung sind im Pfarrbüro zu erhalten.
Wie Lanfer weiter mitteilte, ist die Pfarrgemeinderatswahl die logische Konsequenz aus dem Fusionsbeschluss aus April diesen Jahres, an dessen Ende es eine einizige Kirchengemeinde St. Cäcilia gibt, die die Rechtsnachfolge für beide ehemaligen Gemeinden übernimmt. In beiden Gemeinden hatte es seinerzeit einen einstimmigen Beschluss für die Fusion gegeben. Die Fusion ist – wie berichtet – Teil der Strukturreform, die Weihbischof Heinrich Timmerevers Ende 2004 ein geläutet hatte, um mit größeren Gemeindeeinheiten deutliche Kosteneinsparungen zu erreichen.
Für Bösel und Petersdorf sind die Folgen trotz formaler und möglicherweise auch wirtschaftlicher Folgen nach Einschätzung von Reinhard Lanfer eher gering, „denn wir waren in den vergangenen Jahren bereits so eng verflochten, dass das fast schon der Fusion entsprochen hatte.“ So habe es in Petersdorf schon seit Jahren keinen eigenen Pastor mehr gegeben.
Lanfer ist sich sicher, dass die Fusion gerade auch nach den Pfarrgemeinderatswahlen, mit denen sie praktisch vollzogen wird, keine negativen Folgen für das Gemeindeleben in beiden Gemeindeteilen haben wird. Sachausschüsse sollen nach den Wahlen gebildet werden, die die jeweiligen speziellen örtliche Interessen wahrnehmen sollen. Die Wahl eines Kirchenausschusses folgt im nächsten Jahr.
Kandidaten aus Bösel und Petersdorf
Für die
Pfarrgemeinderatswahlen haben bisher 18 Kandidaten ihr Interesse für die 14 noch freien Plätze angemeldet. Noch bis zum 9 Oktober können weitere Vorschläge gemacht werden beim Wahlausschuss (Reinhard Lanfer) gemacht werden.Das sind die Kandidaten:
Matthias Deeken (37), Diplom-Verwaltungswirt, Eichenstraße 5, Claudia Gorke-Luttmann (33), Diplom-Handelslehrerin, Schäferstraße 9, Hedwig Grafe (57) Altenpflegerin, Hölker Weg 41, Elke Hagen (38), Zahnarzthelferin, Flachsweg 38, Maria Hempen (57), Hausfrau, Eichendorffstraße 10, Thomas Heyer (41), Unternehmer, Waldweg 4, Reinhard Lanfer (54), Realschullehrer, Berliner Ring 9, Frank Linke (47), Diplom-Ingenieur, Joseph-Haydn-Straße 3, Gabriele Nording (45), kaufmännische Angestellte, Eichkamp 35, Johannes Robke (47), Berufsschullehrer, Begonienstraße 3, Maria Rolfes (68), Hausfrau, Eichenweg 10, Peter Schwalm (28), Bürokaufmann, Hölker Weg 48, Maria Sieger (47), Schulsekretärin, Auf dem Rahe 1, Agnes Tapken (57), Kauffrau, Ziegeldamm 21, Andrea Teich-Nagel (42), Hausfrau, Hülsberger Straße 27, Andrea Thoben (36), Steuerfachgehilfin, Friesoyther Straße 32, Rita Vagelpohl (39), Steuerfachangestellte, Friesoyther Straße 37, Helmut Willenborg (40),Landwirt, Prinzendamm 2.
