BöSEL - „Die Fasanensuppe ist nicht so schwer. Man kann sie gut abends servieren“, erzählt Agnes Ziemba, während sie mit einem Kochlöffel im Topf rührt. Mit einem Löffel schmeckt sie die Brühe ab: „Das darf ruhig noch etwas kräftiger sein.“ Agnes Ziemba kocht gerade Fasanensuppe. Den Vogel hatte ihr Mann Walter geschossen. Er hat ein Jagdrevier im Bereich Richtemoor. Bei der Familie kommt also häufiger Wild auf den Tisch. „Mit Wild ist das ja immer so eine Sache. Man mag diesen Geschmack oder man mag ihn eben nicht. Bei uns wird’s jedenfalls gegessen“, so die Böselerin lachend.
Vor dem Kochen hatte Agnes Ziemba den gerupften und ausgenommenen Fasan gründlich gewaschen. Dann setzte sie den Fasan in einem Topf mit Salzwasser, den Wacholderbeeren, Pfefferkörnern und dem Lorbeerblatt auf den Herd. 45 bis 60 Minuten muss der Vogel dann kochen. „Ich nutze dafür immer meinen Schnellkochtopf, dann braucht man nur die Hälfte der Zeit“, rät Agnes Ziemba.
Während der Fasan kocht, putzt die Böselerin das Suppengrün und schneidet alles in kleine Stücke. In den letzen 15 Minuten der Garzeit für den Fasan fügt sie das Gemüse zur Brühe hinzu. Dann nimmt sie den Fasan aus der Flüssigkeit heraus, löst das Fleisch von den Knochen und schneidet es in Würfel.
Im nächsten Schritt werden die Zwiebeln und der Speck klein geschnitten und im Öl gebraten. Das Ganze mit Mehl bestäuben und hellbraun anrösten. „Dann kommt das Tomatenmark in die Brühe, das gibt der Suppe dann auch die schöne Farbe“, erklärt die Köchin. Die Brühe anschließend wieder aufkochen, den Rotwein, Pfifferlinge und das Fleisch in die Suppe geben und einige Minuten kochen. Anschließend muss die Suppe nur noch abgeschmeckt und in einer Terrine angerichtet werden. Obendrauf kommen geschlagene Sahne und Petersilie. Als Beilage gibt es Kräuterbaguette.
