BöSEL - Es wird gehämmert, gebohrt und gesägt. Auf dem Dach arbeiten drei Handwerker, an der Fassade zwei und im Innenraum sind zwei Sanitär- und Heizungsbauer beschäftigt. Ein Lastwagen mit zusätzlichem Anhänger rangiert auf dem Parkplatz neben dem Gebäude, um 60 Kubikmeter Styropor auf die Baustelle zu bringen. Die Sanierung der Schwimmhalle in Bösel geht voran.
„Laut Aussage des Architekten liegen wir voll im Bauzeitenplan“, sagt Josef Runden von der Gemeinde Bösel. Es ist ihm wichtig, dies zu betonen, wie ihm auch wichtig ist, etwas zu den Kosten zu sagen: „Wenn nichts Unvorhersehbares dazwischenkommt, bleiben wir auch im Kostenrahmen.“ Wenn man die Ergebnisse der Ausschreibungen betrachte, sei dem Architekten, Reinhold Engelmann aus Cloppenburg bei der Kostenplanung eine „Punktlandung“ gelungen.
Die Sanierung der Schwimmhalle hatte im vergangenen Mai begonnen und soll das Gebäude vor allem energetisch auf den neuesten Stand bringen.
Inzwischen sind die alten Decken herausgerissen, die Fenster entfernt und Betonpfeiler saniert worden. Runden zeigt zusammen mit Schwimmmeister Matthias Raker die Duschräume und die Umkleiden. Sie sind komplett entkernt worden. „Die werden bald neu verfliest“, erklärt Runden. Außerdem würden in den kommenden Tagen die Innenwände verputzt und neue Fensterelemente eingebaut werden. Runden: „Die Fensterbauer können jetzt jederzeit kommen. Und ich denke, die bauen die Elemente dann auch innerhalb eines Tages ein.“ Auch werde demnächst die Isolierung, die auf den Außenwänden angebracht wurde, mit einer Zinkverkleidung abgeschlossen werden.
Arbeiter haben bereits den großen Kessel der Heizung aus dem Keller entfernt. Die Schwimmhalle und das Wasser werden in Zukunft über ein Blockheizkraftwerk gewärmt. Daran sind auch schon andere kommunale Einrichtungen angeschlossen. Es wird mit Biogas betrieben.
Die Sanierung soll im November abgeschlossen werden. Dass das Bad so lange geschlossen ist, werde, so Schwimmmeister Raker, auch noch für eine andere Maßnahme genutzt. Die Füllung der im Keller stehenden Anlage für die Wasserreinigung wird ausgetauscht. „Das muss alle sieben bis zehn Jahre gemacht werden“, erklärt Raker. Etwa drei Tonnen Filterkies und -kohle sollen ausgetauscht werden. Raker: „Damit werden wir unsere Wasserwerte weiter optimal halten.“
Die dafür fälligen 1500 Euro wirken minimal neben den 985 000 Euro, mit denen die energetische Sanierung zu Buche schlagen soll.
