BöSEL - Nach Jahren stetigen Anstiegs nun der Einbruch: In Bösel sind erstmals seit Jahren weniger Einwohner registriert als im Vorjahr. 7709 und somit 60 Menschen weniger als im Jahr 2007 wohnten in der Gemeinde. Vor zehn Jahren waren es noch 7205 Einwohner gewesen. Das Überraschende bei dieser Entwicklung: Mit 69 Geburten (39 Mädchen und 30 Jungen) bei 56 Sterbefällen habe es bis zum 10. Dezember 2008 einen Geburtenüberschuss von 13 gegeben, so Bösels Bürgermeister Hermann Block in seinem Jahresrückblick. Konstante Entwicklung bei den Eheschließungen: 33 Paare haben sich 2008 das Ja-Wort gegeben – eines mehr als im Vorjahr. Die älteste Einwohnerin ist die 98-jährige Rosalie Pille.
Die Gemeindeentwicklung bezeichnete Block als durchweg positiv – auch wenn Investitionen in die Infrastruktur viel Geld gekostet haben. So sei etwa der erste Abschnitt beim Ausbau der Overlaher Straße (K 353) fertiggestellt worden – Baukosten nach Abzug der Fördermittel: knapp 200 000 Euro.
Nach heftigen Auseinandersetzungen hat der Gemeinderat auch das Baugebiet „Westlich der Jägerstraße“ auf den Weg gebracht. Auch ein Einzelhandelsentwicklungskonzept habe man angeschoben. Ein Arbeitskreis aus Mitgliedern des Rates, der Verwaltung und des Handels- und Gewerbevereins hat sich damit bereits befasst, am 11. Februar sollen die Ergebnisse der Bevölkerung vorgestellt werden.
„Große Freude auf der einen Seite, aber auch eine große Herausforderung hat die Nachricht zur Aufnahme des Ortes Bösel in die Dorferneuerung ausgelöst“, so der Bürgermeister. Es sei ein großes Geschenk, dass sich mit einem Dorferneuerungsplan der Ort für die Zukunft ausrichten könne.
Mit Grundsteinlegung und Richtfest in einem Jahr zeigt sich in der Gemeinde eine schnelle Entwicklung: Der Neubau der Sporthalle schreitet voran. Bis Ende Dezember sind gut zwei Millionen Euro verbaut worden. Dass der Bau so schnell verlaufe, sei auch privaten Spendern, vielen Firmen und dem Förderverein zu verdanken.
Nach der Feier zum 40-jährigen Bestehen des St.-Raphael-Kindergartens (27. April) stünde nun die Sanierung des Kindergartens an. Insgesamt seien 2008 rund 500 000 Euro in den Betrieb der Kindergärten und deren Angebote investiert worden.
