BöSEL - Zum Erntefest hatte der Bezirk Nord des Böseler Heimatvereins auf seine Streuobstweise am Sandkerweg eingeladen. 1999 hatte der Verein die Wiese angelegt, auf der heute 31 Obstbäume stehen. „Wir wollten damit an alte Obstsorten erinnern“, sagt Heinrich Looschen vom Bezirk Nord. Vorwiegend stehen auf der Wiese Apfelbäume, aber auch Birnen, Pflaumen und Kirschen sind dabei. Sie tragen alte Namen wie zum Beispiel „Wildeshauser Goldrenette“, „Gräfin von Paris“, „Große Grüne Reneklode“, „Pflaume President“ oder „Groninger Krone“.

Für die Bäume konnten Patenschaften gegen einen Obolus erworben werden. Zweimal im Jahr treffen sich dann die Baumpaten – im Frühjahr zur Baumpflege und dann im Herbst zum Erntefest. „So soll auch die Gemeinschaft gepflegt werden“, sagte Looschen. In diesem Jahr sind gleich drei neue Patenschaften vergeben worden: Hugo Backhaus, Doris Welker und Cäcilia Lazzaroni heißen die jüngsten Paten. Nun stand die Ernte an. „In diesem Jahr gab es hier viele Pflaumen und Birnen. Äpfel waren weniger vorhanden“, so Looschen.

Neben der Ernte der Früchte stand auch Baumpflege an. Sie wurden gekalkt. Theo Gelhaus machte sich dann mit einem Team ans Apfelsaft pressen. Der frisch gewonnene Apfelsaft konnte direkt verkostet werden. Natürlich wartete auch eine Kaffeetafel – natürlich mit leckerem Apfelkuchen.