BöSEL - Auch die Nachwuchspflege kan sich sehen lassen: Dem Jugendrotkreuz in Bösel haben sich fast 300 Kinder und Jugendliche angeschlossen.
Von Wilfried Leser
BÖSEL - Die Kette der „runden Geburtstage“ in Bösel reißt nicht ab: Am Sonnabend, 4. November, feiert das DRK (Deutsches Rotes Kreuz), Ortsgruppe Bösel, seinen 40. Geburtstag mit einer internen Feier.Nur zwei Vorsitzende (Bereitschaftsleiter) hat es in diesen 40 Jahren in der Ortsgruppe gegeben. Elisabeth Drees (später verheiratete Lübbe) stand dem Verein mehr als drei Jahrzehnte vor, heute ist Werner Lamarre Bereitschaftsleiter.
Die DRK-Ortsgruppe ist heute aus Bösel nicht mehr wegzudenken. Die von den Mitgliedern zubereitete leckere Erbsensuppe und die Nudeln mit Hacksoße sind weit über Bösels Grenzen bekannt. Darüber hinaus werden viele andere Aufgaben wahrgenommen. Über 5600 Stunden sind von den Mitgliedern im vergangenen Jahr ehrenamtlich geleistet worden.
Schon lange vor der Gründung der DRK-Ortsgruppe Bösel gab es gut besuchte Blutspendetermine in Bösel. Die jeweiligen Bezirksvorsteher gingen von Haus zu Haus und baten um Teilnahme. Schließlich kam es auf Anregung des DRK-Kreisverbandes zur Gründung der Ortsgruppe. Die Gründungsversammlung fand in der Schule statt. Von den Gründungsmitgliedern sind noch acht Mitglieder dabei: Elisabeth und Ewald Lübbe, Brigitte und August Kock, Willi Btunnberg, Albert Nording, Hans Schöning und Franz Röttgers sollen bei der Jubiläumsfeier geehrt werden.
Mit dem Verpflegungseinsatz hat die Böseler Ortsgruppe im Landkreis eine Hauptaufgabe übernommen. Der erste Verpflegungseinsatz fand während der Euro-Musiktage statt. Damals wurden die Brote in den Räumen der Näherei Walter Stolte (heute Betreutes Wohnen) geschmiert.
Vielfältig sind die vielen Aufgaben, die wahrgenommen werden. Dazu gehören Erste-Hilfe-Lehrgänge, Erste Hilfe am Kind oder auch Notfalltraining in Kindergarten und Schule. In Bösel und Petersdorf werden mehrere Blutspendetermine im Jahr durchgeführt. Qualifizierte Erste Hilfe wird durch die „First-Responder-Einsätze“ vor Ort geleistet. Rund um die Uhr stehen die Helfer bereit, um Hilfe zwischen dem Notruf und dem Eintreffen des Notarztwagens zu leisten. Etwa 50 Einsätze dieser Art gibt es jährlich. Einen „Boom“ hat in den letzten Jahren das Jugendrotkreuz in Bösel erlebt. Diesen Jugendgruppen gehören inzwischen fast 300 Kinder an. „Wir freuen uns über diese Nachfrage, denn durch die Nachwuchsarbeit ist unsere Ortsgruppe gesichert“, sagt Werner Lamarre.
Mit den Verpflegungseinsätzen sind die Böseler nicht nur bei Festlichkeiten dabei, sie sorgen auch für die Verpflegung der Helfer in Katastrophenfällen.
Bekannt sind auch die Kleidersammlungen, sei es durch Straßensammlungen oder Container. Aber mit dem Maigang oder den Ausflügen, wie kürzlich nach Dippoldiswalde, wird auch die Geselligkeit gepflegt.
55 Mitglieder zählt heute die Ortsgruppe Bösel. Der aktuelle Vorstand besteht aus Werner Lamarre (Bereitschaftsleiter), Hubert Schmolke (stellvertretender Bereitschaftsleiter), Ludger Burmann (Schriftführer), Petra Oltmann (Kassenwart) und Ralf Stammermann (sonstige Aufgaben).
„Die Arbeit im Team macht Spaß“, sagt Lamarre zurückblickend. Außerdem weiß sich die Gruppe in Bösel gut angenommen, ihre ehrenamtliche Arbeit wird von allen respektiert.
