BöSEL - Die Frauen engagieren sich für zahlreiche Hilfsprojekte in aller Welt. Ihre Aktionen finden stets großen Zuspruch in der Gemeinde.

Von Wilfried Leser

BÖSEL - Aus dem Dorfleben in Bösel ist die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) nicht mehr wegzudenken. Sei es beim Dorffest mit ihrer Kaffee- und Kuchentafel, beim Arbeitskreis Tschernobyl oder bei den vielen Veranstaltungen im Laufe des Jahres – ohne die kfd läuft nichts. In diesem Jahr feiern die Frauen einen runden Geburtstag. Am 8. Dezember wird die Katholische Frauengemeinschaft Bösel 50 Jahre alt.

Die Gründung der (damals) Frauen- und Müttergemeinschaft geht auf die Initiative vom damaligen Böseler Pfarrer Nehe zurück. Seine Einladung an die Frauen fand große Resonanz. So wurde am 8. Dezember 1956 in der Pfarrkirche der Verein gegründet. Noch heute sind viele Gründungsmitglieder noch aktiv als Mitglied dabei.

Erste Vorsitzende (damals Präfektin genannt) war Agnes Sieger. Ihr standen Josepha Elsen als Stellvertreterin, Josefa Gröneweg (Schriftführerin) und Wilhelmine Stukenborg (Kasse) zur Seite. 1968 wurde Gertrud Wienken Präfektin, zum Vorstand gehörten weiter Maria Gründing, Maria Weingärtner und Wilhelmine Stukenborg. 1971 kamen Annemarie Lamping und Maria Oldenburg in den Vorstand. 1975 hatte die kfd mehr als 500 Mitglieder, so dass der Vorstand mit Hermine Tellmann und Maria Block um zwei Frauen verstärkt wurde. Weiter gehörten dem Vorstand Edith Niemöller, Hildegard Lübben, Theresia Ronnebaum (alle 1985), Renate Cloppenburg und Anneliese Rother (1991), Margret Menke (1996) sowie Mechthild Eilers, Luzia Fennen, Maria Meyer, Ulrike Rüther und Elisabeth Schöning (2000) an.

Im Jubiläumsjahr steht der kfd ein neunköpfiges Team vor: Elisabeth Schöning (Teamsprecherin), Renate Cloppenburg, Margret Menke, Maria Meyer, Ulrike Rüther, Elisabeth van Zadel, Maria Hempen, Elisabeth Brunnberg und Luzia Fennen. Präses ist Pfarrer Norbert Bleker wahrgenommen. Seit 1993 gehört Pastoralreferentin Ursula Klüsener kraft Amtes zum Vorstand.


Seit 1966 hat die kfd Bösel auch eine Vereinsfahne. Noch immer zählt die Gemeinschaft Bösel mehr als 500 Mitglieder. Aufgeteilt ist der Verein in 20 Bezirke. Die Mitglieder werden jeweils von den Bezirkshelferinnen (heute Mitarbeiterinnen) betreut.

Seit 1998 betreibt die kfd einen „Eine-Weltladen“. Mit dem Erlös und der jährlichen „Misereor-Küche“ ist mehrfach der aus Emstekerfeld stammende Pater Drees für seine Projekte in Honduras unterstützt worden.

Zum Jahresprogramm der kfd Bösel gehören u. a. die Gestaltung des Weltgebetstages der Frauen in allen Böseler Kirchen, die Teilnahme am Aschermittwoch, Maiandachten, regelmäßige Gebetsstunden in der Kirche, Fahrten zur Landeswallfahrt oder nach Heede. Viele Jahre haben die Frauen Pater Baumann in Afrika unterstützt. Seit 1996 engagieren sich ganz besonders für die Tschernobyl-Hilfe.

Zum Jubiläum wird eine Chronik erscheinen. Seit einem Jahr sammeln Maria Block, Renate Cloppenburg, Maria Gründing und Maria Oldenburg Texte und Fotos.