Hengstlage - Mehr als 30 Jahre hat Exxon Mobil mit der Bohrung Hengstlage T3 aus einer Tiefe von rund 2800 Metern Erdgas gefördert. Nun beginnt das Energieunternehmen mit vorbereitenden Arbeiten zur Verfüllung der Bohrung auf dem Erdgasförderplatz.

„Eine Bohrung wird verfüllt, wenn die Produktion einer Bohrung beendet wurde. Wir verfüllen rund zehn Bohrungen pro Jahr“, erläutert Benedikt Gerhartz, Leiter der Exxon-Mobil-Untertage-Wartung.

Aus technischen Gründen ist es während der Arbeiten notwendig, jeweils für kurze Zeit anfallendes Gas über eine Fackel zu leiten und zu verbrennen. Es ist möglich, dass es dabei im näheren Umfeld des Erdgasförderplatzes zu einem erhöhten Geräuschpegel kommt. Bei Dunkelheit ist aufgrund der erhöhten Flammenbildung an der Fackel gegebenenfalls auch ein heller Feuerschein sichtbar.

Die vorbereitenden Arbeiten beginnen in diesen Tagen mit dem Aufbau des technischen Equipments. Der Abbau ist für die siebte Kalenderwoche vorgesehen. Alle geplanten Arbeiten seien dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) frühzeitig angezeigt worden, so Exxon Mobil. „Wir bitten alle Anlieger um Verständnis für die Notwendigkeit der Arbeiten“, heißt es von Seiten des Unternehmen.

Exxon Mobil fördert im westlichen Teil des Weser-Ems-Gebietes seit mehr als 50 Jahren Erdgas aus derzeit circa 107 Förderbohrungen. Rund 350 Mitarbeiter sind dort für Exxon Mobil tätig. In der Erdgasaufbereitungsanlage Großenkneten wurden seit der Inbetriebnahme in 1972 mehr als 200 Milliarden Kubikmeter Rohgas gereinigt. Mit dem aufbereiteten Erdgas könnten alle rund 40 Millionen Haushalte in Deutschland für mehr als drei Jahre mit Energie versorgt werden.