BOLLINGEN - In manchen Orten hängen sie schon, in anderen werden sie in diesen Tagen angebracht: Die Rede ist von den weihnachtlichen Beleuchtungen: Sterne, Glocken und Tannenbäume, die jedes Jahr wieder an unzähligen Laternenpfosten oder Hauswänden befestigt werden. Was wahrscheinlich die wenigsten wissen: Ein großer Teil dieser Beleuchtung in ganz Deutschland kommt aus Bollingen. Die Firma Specken Lichtobjekte ist deutschlandweit eines der führenden Unternehmen der Branche.

Seit mehr als 35 Jahren führt Manfred Specken mit seiner Frau Annegret die Firma. Insgesamt neun Personen sind mit der Fertigung des Weihnachtsschmucks beschäftigt. Vorrangig verkauft der 61-Jährige seine Produkte an Kommunen oder Werbegemeinschaften. Auch über die Grenzen Deutschlands hinaus sind die speziellen Beleuchtungen aus Bollingen bekannt. „Wir verkaufen auch nach Spanien, Frankreich, Österreich und in die Schweiz“, sagt Specken. Allein in diesem Jahr habe er 20 000 Glühbirnen verarbeitet oder verkauft. Denn die Sieben-Watt-Birnen werden nicht nur für die Fertigung neuer Sterne, Glocken und Co. benutzt, auch für die Überholung gebrauchter Weihnachtsdekorationen.

Die Produktion verläuft in mehreren Arbeitsschritten. Zuerst werden die Rohlinge aus Metall gefertigt, danach werden Kabel und Birnenfassungen angebracht. Erst dann erhalten die Leuchten das Tannengrün, das aus Kunststoff besteht. Zu guter letzt werden die Glühbirnen eingedreht. Oft sind es Gemeinden, die die Beleuchtungen bestellen. Und wenn, so wie jetzt, in den Kassen noch Geld übrig sei, werde versucht, dieses noch zum Jahresende für Weihnachtsbeleuchtung auszugeben. Doch das ist derzeit schwierig, da erstens schon ein großer Teil ausgeliefert ist, und andererseits die Saison für Specken vorbei ist.

Doch die Pause dauert nicht lange an, schon zu Beginn des nächsten Jahres werden wieder neue Weihnachtsbeleuchtungen gebaut. Jetzt, wo die Adventszeit beginnt, kommt für Specken die Zeit, in der er sich von den „Weihnachtsvorbereitungen“ erholen kann.