Iserloy - Unerwartete Hindernisse beim Um- und Ausbau des Windparks in Iserloy: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen rückte für zwei Tage an. „Es musste geprüft werden, ob aus dem Zweiten Weltkrieg Blindgänger in diesem Bereich gefallen sind“, erklärte Herwig Garms. Notwendig wurde diese Untersuchung, weil für die beiden Repower-Windanlagen ein anderes Fundament wegen des weicheren Untergrundes erstellt werden muss.

„Hier müssen pro Fundament zunächst 56 Bohrungen gesetzt und diese mit Kies verfüllt werden. Das dauert seine Zeit“, meinte Garms.

Wegen der Bohrungen in eine Tiefe von mehr als fünf Metern wurden die Untersuchungen auf Blindgänger notwendig. Das bedeutet für die Windparkbetreiber zugleich Mehrkosten und einen neuen Zeitplan.

Wie die Sichtung alter Luftaufklärungsaufnahmen von 1944 und 1945 zeigte, gingen auf der Fläche keine Bomben nieder. Dafür war aber Granatbeschuss in diesem Bereich verzeichnet worden. Knapp zwei Tage brauchte der Räumdienst für die Untersuchung. Nun gab es grünes Licht. Am Mittwoch setzte eine Spezialfirma die Bohrungen nieder. Das Gelände des Windparks gleicht wegen der aufwendigen Erdarbeiten aus der Luft inzwischen einer Mondlandschaft.

„Ich denke, wir können den Abschluss der Fundamentarbeiten noch in diesem Jahr abschließen“, hofft Garms.


Mit dem Aufstellen der 3,3 Mega-Watt Anlagen wird vo-raussichtlich im März des kommenden Jahres begonnen.