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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Post verteuert Brief um 10 Cent

04.06.2019

Bonn Jetzt ist es heraus: Um 10 Cent will die Deutsche Post das Porto für einen Standardbrief erhöhen. Ab dem 1. Juli muss dann eine 80-Cent-Marke auf den Umschlag geklebt werden. Das Verschicken einer Postkarte soll sogar um 15 Cent auf 60 Cent teurer werden, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Zuvor hatte die Bundesnetzagentur einen sogenannten Preiserhöhungsspielraum festgelegt – auf dieser Basis beantragte die Post daraufhin das Porto in den einzelnen Sendungsarten. In einem abschließenden Schritt nimmt die Behörde den Antrag unter die Lupe, was aber als Formsache gilt. Der Bonner Konzern mit seiner überaus starken Marktstellung hatte auf kontinuierlich sinkende Briefmengen bei höheren Personalkosten verwiesen.

Über die Portoerhöhung, die fast jeden Bürger betrifft, war in den vergangenen Monaten heftig diskutiert worden. Und es mangelte nicht an Kritik.

Warum ist das so? Stefan Schulz-Hardt verweist auch auf die Vergangenheit der Deutschen Post. „Die Tatsache, dass die Post ein ehemaliger Staatskonzern ist, könnte hier eine wichtige Rolle spielen“, sagt der Professor für Wirtschafts- und Sozialpsychologie an der Universität Göttingen. „Im Verbund mit anderen Preiserhöhungen wie etwa bei der Deutschen Bahn sowie Steuerlasten, die als zu hoch empfunden werden, stellt sich so leicht beim Bürger das Gefühl ein, der Staat schröpfe ihn und ziehe diese Schraube immer weiter an.“

Dabei geben die Haushalte in Deutschland gar nicht so viel Geld für das Porto aus – vor allem, weil sie immer weniger Briefe schreiben. Im vergangenen Jahr hat die Deutsche Post nur noch eine Milliarde Briefe und Postkarten von privaten Absendern zugestellt, zehn Jahre zuvor war es etwa ein Drittel mehr.

Die Ausgaben eines Durchschnittshaushalts für das Porto sind entsprechend gesunken: von monatlich 3,32 Euro im Jahr 2009 auf 2,34 im Jahr 2017, wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat.

Zum Vergleich: Für Telekommunikationsdienstleistungen hat der Durchschnittshaushalt den Statistikern zufolge 2017 pro Monat 53,27 Euro ausgegeben, darin sind 18,44 Euro für den Mobilfunk enthalten.

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