BOOKHOLZBERG - Morgen können sich Bookholzberger helfen lassen. Die Nachfrage ist bisher nicht sehr groß.

Von Markus Minten

BOOKHOLZBERG - „Ein Lächeln!“ – „Ein Geschenk!“ – „In den Arm nehmen!“ – „Ein nettes Wort!“ – All das und noch viel mehr fiel Jugendlichen in der Friedenskirche am Mittwochabend zu ihrer Tagesaufgabe ein. Gut 25 junge Christen der ev.-meth. Gemeinde zwischen 13 und 25 Jahren verbringen dort die „Woche des gemeinsamen Lebens 2006“. Ihr Motto an diesem Tag: „Wenn du jemandem deine Liebe zeigen willst, wie machst du das?“

Seit Montag und noch bis Sonntag leben die Jugendlichen (wie berichtet) gemeinsam. Vor allem erforschen sie sich selber unter dem Motto „Pimp My Life“. Nach den „Check-up“ am Montag und dem „großen Ausschlachten“ am Dienstag, stand Mittwoch die „Inneneinrichtung“ auf dem Programm – und die sei etwas ganz Besonderes, wie Bärbel Krohn-Blaschke, Referentin des Abends, betont.

„Wir haben über böse Eigenschaften gesprochen“, berichtet der 13-jährige Jens Viertel über den Abend zuvor. „Über Habgier, Zorn, Lüge und Lästern“. Und Sjoukje Schole (16) ergänzt: „Wir haben das anhand von Bibeltexten besprochen. Und jeder kann für sich nachdenken, was auf ihn zutrifft.“ Dabei bleibt es aber nicht: „Erst macht man das mit sich selbst klar“, sagt Arne Voigt. „Und wenn man will, kann man mit anderen drüber reden.“ Schließlich könne man schlechte Eigenschaften viel besser loswerden „wenn man mit anderen darüber spricht“, hat Jens schon erfahren. Und nachdem im Inneren so Platz geschaffen wurde, kann die neue „Inneneinrichtung“ rein.

Für den 18-jährigen Arne steht die „Gemeinschaft“ mit im Vordergrund der Woche: „Das schweißt zusammen.“ Neu-Gemeindemitglied Gabor Baracskai (19) freut sich, „die Menschen besser kennen zu lernen“. Und Jens findet es einfach „cool“. „Man ist immer mit irgendwelchen Leuten zusammen, die meist gute Laune haben.“ Für den 13-Jährigen „das perfekte Leben.“ Und für Sjoukje liegt der Reiz der Woche darin, „dass man sich mit Leuten unterschiedlichen Alters austauschen kann. Da bekommt man neue Impulse, die man für sein Leben gebrauchen kann.“ Einziger Nachteil: „Man hat abends keine Lust ins Bett zu gehen“ – muss am nächsten Tag aber zur Schule.


Ausklingen wird die Woche Sonntag um 10 Uhr mit einem Abschlussgottesdienst. Zuvor steht morgen, Sonnabend, aber noch die „Promotion-Tour“ an: Jedem, der in Bookholzberg Hilfe braucht, wollen die Jugendlichen zur Hand gehen. Leider ist die Nachfrage bisher nicht sehr groß, Anfragen gab es kaum. Schade findet das nicht nur Sjoukje: „Da heißt es immer, die Jugendlichen tun nichts. Jetzt bieten wir uns an, und kaum einer meldet sich.“ Wer noch Hilfe in Haushalt oder Garten benötigt, kann sich unter 0172/4123066 melden.

Eingeladen sind auch heute schon alle Bookholzberger (und Interessierte darüber hinaus): Um 19.30 Uhr beginnt der „Go-live-Gottesdienst“.