BOOKHOLZBERG - Die Mehrheit wollte ein lockeres aber zielgerichtetes Bündnis. Feste Strukturen könnten folgen.

Von markus minten

BOOKHOLZBERG - Eine neue Werbegemeinschaft wird es in Bookholzberg nicht geben – zu eingeschränkt ist vielen der Begriff auf Handel und zu schlecht die Erinnerungen an einen vor Jahren gescheiterten Versuch. Geschäftsleute und Vereine haben aber eine andere Form einer künftigen Zusammenarbeit für den Ort gefunden. Beim zweiten Treffen sprach sich am Donnerstagabend eine deutliche Mehrheit der rund 30 Anwesenden für eine „zielgerichtete Aktionsgemeinschaft“ aus.

Und die erhielt sogleich einen Namen: „WIB“ für „Wir in Bookholzberg“. Wirtschaftsförderin Anke Fink-Heinemann und Dietmar Mietrach, Vorsitzender des Bookholzberger Sommerfestvereins, waren im Zwiegespräch auf diese Idee gekommen. Damit solle vor allem, so AWo-Vorsitzender Andreas Kowitz das Wir-Gefühl gestärkt werden und dadurch mehr Kaufkraft im Ort gehalten werden.

Mittel- und langfristig könne aus der Gemeinschaft durchaus einmal ein strukturierter Verein erwachsen, betonten viele Anwesenden. „Es wäre schön, wenn etwas Festes daraus wird“, meinte etwa Hans-Joachim Wallenhorst vom Bürgerverein Hohenböken. Jetzt soll aber erst einmal begonnen werden. „Wenn wir Projekte verwirklichen wollen, haben wir nur eine Chance: Wir stehen auf und tun was“, meinte BTB-Vorsitzender Karl-Heinz Bernich. Dann würden weitere Mitstreiter folgen, waren sich alle sicher.

Erste konkrete Aktionen, gedacht ist an ein Frühlingsfest mit verkaufsoffenem Sonntag, sollen jetzt von jeweils zwei Vertretern der beteiligten Gruppen geplant werden. Für den Einzelhandel erklärten Sigrid Lederbach und Peter Bertram ihre Bereitschaft, das Handwerk wird vertreten durch Lars Oetken und Erich Düßmann, die Dienstleister durch Bodo Hedemann und Ute Gode, die Vereine von Karl-Heinz Bernich und Andreas Kowitz.


Erste Überlegungen, zum „Ganter-Tach“ der Gemeinde am 12. November auch die Geschäfte in Bookholzberg zu öffnen, waren aufgrund der Kürze der Zeit verworfen worden. Notwendige Aktionen seien nicht mehr zu realisieren, hieß es. Neben einem Frühlingsfest denken die Vereinsvertreter und Geschäftsleute auch schon an eine Verlängerung des Sommerfestes auf zwei Tage oder daran, das Grillfest oder ein Weinfest mit einem weiteren verkaufsoffenen Sonntag zu verbinden. Zudem will sich die „zielgerichtete Aktionsgemeinschaft“ um die Aktualisierung und Pflege der Internetseite www.bookholzberg.de bemühen.

Ihre Ergebnisse wird die Arbeitsgruppe am 22. November ab 20 Uhr in der Gaststätte „Zum Bookholzberg“ vorstellen. Dazu sind alle interessierten Händler, Dienstleister, Handwerker und Vereinsvertreter eingeladen. Dass für einen Erfolg der Gemeinschaft noch Mitstreiter benötigt werden, war einhellige Meinung.

Sie alle könnten sich auch bereits am von der Arbeiterwohlfahrt organisierten Weihnachtsmarkt am 16. und 17. Dezember beteiligen, rief Kowitz auf, schon einmal – außer der Reihe – eine gemeinsame Aktion durchzuführen. Auch hier reiche die Zeit für eine gemeinsame Organisation nicht mehr aus. Informationen unter 04223/709820 (Kowitz) oder 04223/2635 (Maria Schnisa).