BOOKHOLZBERG - Seit einem guten Jahrzehnt hofft der Bookholzberger Turnerbund auf eine neue Sportanlage – jetzt scheint endlich der Knoten geplatzt: Die Grundstücksverhandlungen mit dem Landwirt, dem die gewünschte Fläche südlich des Ammerweges gehört, seien abgeschlossen, bestätigte Fachbereichsleiter Peter Meyer am Montag auf Nachfrage. „Es liegt ein vernünftiges Angebot auf dem Tisch“. Darüber müsse nun die Politik entscheiden.
BTB-Vorsitzender Karl-Heinz Bernich lässt „nach den vielen Enttäuschungen der letzten Jahre“ zwar noch eine Portion Skepsis durchklingen: „Ich glaub’ das erst, wenn die Arbeiten beginnen.“ Gleichwohl blickt der Vereinschef jetzt durchaus zuversichtlich in die Zukunft: „Wir dachten vor einem Dreivierteljahr ja noch, es gäbe gar keine Chance mehr“, erinnert sich Bernich. „Deshalb sind wir jetzt auch überrascht von der plötzlichen Entwicklung“.
Noch am Montagabend wollten sich Vorstandsmitglieder des Bookholzberger TB mit Vertretern der Gemeinde zusammensetzen, um die weiteren Entwicklungen auszuloten. Der BTB möchte vor allem wissen, was mit dem jetzigen Sportplatz an der Huder Straße geschehen soll, der sich zum größten Teil in Vereinsbesitz befindet. „Damit bringen wir bares Geld ein“, betont Bernich, „das sollte natürlich dem Verein an anderer Stelle wieder zugute kommen.“
Zunächst muss sich der Vorstand aber die Rückendeckung der Mitglieder sichern. Bisher gab es nur ein Votum für Verhandlungen – in der nächsten Jahreshauptversammlung, die turnusmäßig nach den Sommerferien stattfindet, müsse nunmehr über eine Veräußerung des Besitzes an der Huder Straße, ein Konzept für den Ammerweg, Eigenleistungen und vieles mehr abgestimmt werden, erklärt der Vorsitzende. Baupläne, die vor zwei Jahren erstellt wurden, seien nicht mehr aktuell, meint Bernich.
Reichlich Klärungsbedarf sieht auch noch der 1. Gemeinderat Rainer Lange. „Die Grundbedingungen sind erfüllt“, sagte er, „aber jetzt geht es erst richtig los.“ Die Gemeinde wünsche sich ein ähnliches Vorgehen wie bei der TSV-Sportanlage am Immerweg in Ganderkesee oder bei der Sporthalle in Schierbrok – dort traten die Vereine als Bauherren auf.
Karl-Heinz Bernich kann sich einen Baubeginn im nächsten Jahr vorstellen. Lange hält diesen Wunsch zumindest nicht für utopisch.
