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Drk-Seniorenzentrum Nahtloser Übergang an der Ellerbäke

Karsten Kolloge

BOOKHOLZBERG - Stabwechsel an der Spitze des DRK-Altenpflegeheimes in Bookholzberg: Nur wenige Tage, nachdem der Weggang von Einrichtungsleiter Michael Pleus und Pflegedienstleiterin Heide Mohmeyer bekannt geworden war, stellte die DRK-Trägergesellschaft Oldenburg-Land am Freitag die neue Leiterin des Hauses an der Ellerbäke vor: Sabine Tepaß heißt sie, ist 35 Jahre alt und war zuvor Pflegedienstleiterin eines privaten Heims in Hooksiel.

Sensibilität erwartet

Ursprünglich habe sie Kinderkrankenschwester werden wollen, sagte die aus Wesel/Niederrhein stammende neue Leiterin. Doch schon kurz nach der Ausbildung habe sie begonnen, in der Kranken- und Altenpflege zu arbeiten. „Das, was man im Pflegeberuf an Dankbarkeit zurückbekommt, bekommt man in kleinem anderen Beruf“, warb die 25-Jährige.

Sie habe sich zum Ziel gesetzt, zu sensibilisieren für die Situation von Menschen, die teils auf dem Lande in großen Häusern lebten und dann in ein 17-Quadratmeter-Zimmer im Heim ziehen. Diesen für die Betroffenen und oft auch für Angehörige sehr gravierenden Einschnitt gelte es zu verstehen, ihm Rechnung zu tragen. Hier seien die Mitarbeiter von Heimen gefordert.

Was das Bookholzberger Heim betrifft, nannte Tepaß als ihre Ziele, die „gute Qualität zu halten“, mehr Stammpersonal zu gewinnen und dadurch eine höhere Belegung zu erreichen.

Zurzeit habe das Haus 20 Mitarbeiter im Pflegedienst, sagte Günter Bartels, Geschäftsführer der DRK-Trägergesellschaft. Hinzu kämen 25 Mitarbeiter in den Bereichen Hauswirtschaft, Küche, Reinigung und Verwaltung. Das Haus habe aktuell 53 Bewohner, 65 könnten es sein. Zwar lägen weitere Anfragen vor, doch sei es ganz allgemein schwierig, Mitarbeiter in der Altenpflege zu gewinnen. Im Vergleich zu anderen Bundesländern würden in Niedersachsen die niedrigsten Heimentgelte gezahlt.


Neue Herausforderung

Michael Pleus, der das im Oktober 2008 in Betrieb genommene Heim maßgeblich mit aufgebaut hatte, deutete bereits an, dass es für ihn ab 1. Oktober eine neue berufliche Herausforderung gibt – auch im Bereich Pflege. Es sei wohl nicht ungewöhnlich, wenn Menschen nach der schwierigen Aufbauphase die Stelle wechseln wollten, sagte er auf die Frage, warum er sich denn verändern wolle. Allerdings falle ihm der Abschied nicht leicht. Der 37-Jährige: „Alle arbeiten hier gut zusammen.“

Bereits vor wenigen Tagen hatte Pflegedienstleiterin Heide Mohmeyer die Ellerbäke verlassen. Ihre Stelle werde am 1. Oktober wieder besetzt sein, kündigte Bartels an.

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