BOOKHOLZBERG - An vielen Ständen wurde Historisches gezeigt. Mehr als 60 Firmen und Vereine machten mit.

Von Hergen Schelling

BOOKHOLZBERG - Am frühen Nachmittag strahlte Andreas Kowitz mit der Sonne um die Wette: Egal ob er die Stedinger Straße hinauf- oder hinunterblickte – der „Gründervater“ des Bookholzberger Frühjahrsmarktes sah überall nur Menschen. Die Veranstaltung der Initiative „Wir in Bookholzberg“ (WIB) stieß gleich zur Premiere auf eine enorme Resonanz. Für ihn sei „ein Traum wahr geworden“, hatte Kowitz schon am Mittag bei der Eröffnung gesagt.

Nicht nur Bookholzberger, auch Besucher aus Hude, Delmenhorst und anderen Nachbarorten, nutzten die Gelegenheit, um sich bei herrlichem Frühlingswetter über das Angebot der örtlichen Firmen und Vereine zu informieren oder in den Geschäften einzukaufen, die an diesem Sonntag ihre Türen geöffnet hatten. „Sparen Sie nicht mit ihrem Geld“, hatte Kowitz die Besucher aufgefordert – und die ließen sich offenbar nicht lange bitten.

Mehr als 60 Firmen und Vereine beteiligten sich am Frühjahrsmarkt – viele mit schönen, alten Stücken, wie es „WIB“ ursprünglich als Veranstaltungsziel geplant hatte. Sehenswerte historische Fahrzeuge präsentierte das Autotechnik-Unternehmen Molde, alte Trecker zeigten die Vielstedter Landmaschinen-Freunde, mit historischen Klarinetten lockte Egon Drieling an den Stand der Siedlergemeinschaft, und einen Oldtimer hatte auch Fotograf Thorsten von Reeken zum NWZ -Stand mitgebracht: Zahlreiche Besucher ließen sich darin fotografieren.

Eine Mangelpresse von 1910 war das Schmuckstück im Pavilllon der Heißmangel Düssmann. Frauke und Erich Düssmann hatten auch einen Waschbottich, alte Bügeleisen und weiteres Inventar aus Urgroßmutters Haushalt zu einer ansehnlichen Ausstellung zusammengestellt.


Leider war es den Veranstaltern nicht gelungen, die Sperrung der Stedinger Straße für den Autoverkehr genehmigt zu bekommen. So litt der Frühjahrsmarkt trotz des guten Besuches ein bisschen unter der „Schneise“, die von der Durchgangsstraße in die Aktionsfläche geschlagen wurde. Das lieferte jedoch Andreas Kowitz die Vorlage, um seinen „nächsten Traum“ anzukündigen: Beim Frühjahrsmarkt 2008 werde die Straße gesperrt sein, hoffte Kowitz. Ob es tatsächlich eine Neuauflage gibt, muss in der WIB-Runde allerdings noch diskutiert werden.

„Wir werden sehen, was möglich ist“, entgegnete Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas, die ansonsten von einem guten Start sprach. „In Bookholzberg bewegt sich was“, lobte sie.