Bookholzberg - Blusen und Pullover flattern im kalten Wind. Trotz des unbeständigen Wetters hat Yadwinder Gill seinen Stand mit Kleidung auf dem Kirchplatz in Bookholzberg aufgebaut. Auch Fischhändler Manfred Donner bietet seine Waren an. Andere Marktbeschicker wie der Händler für Obst und Gemüse und der Schlachter machen noch bis Mitte Januar Winterpause. Auch wenn kurz nach den Feiertagen nicht viel los ist, sprechen die Händler von einer guten Resonanz: „Wir sind alle zufrieden“, sagt Donner am Donnerstag.
Nach den Feiertagen seien die Kunden gesättigt, weiß der Fischhändler aus Erfahrung. Dennoch versorgen sich Stammkunden bei ihm mit frischem Fisch. Dazu gehört auch Rainer Tittel: „Ich komme regelmäßig zum Fischwagen“, sagt er. Auch den Gemüsestand, der sonst immer da ist, schätzt der Bookholzberger. Zwar biete der Supermarkt gute Einkaufsmöglichkeiten, doch an den Ständen sei die Ware frischer, meint er. „Ein Markt ist doch ein bisschen was anderes.“
Seit Anfang Dezember 2016 gibt es donnerstags von 7.30 bis 13 Uhr einen Wochenmarkt in Bookholzberg. Manfred Donner und Yadwinder Gill sind von Anfang an dabei. Vorher standen die beiden Händler auf dem Markt in Hoykenkamp, der eingestellt wurde. Der Standort in Bookholzberg gefällt ihnen besser. Es sei mal mehr und mal weniger los, sagt Donner. Das hänge auch vom Wetter ab, ergänzt Gill. Wie die anderen Marktbeschicker, hat auch der Textilien-Händler aus Bremen seine Stammkunden. „Viele Kunden kennen mich schon“, sagt er.
Da es in Bookholzberg kein Bekleidungsgeschäft gibt, schließt der Stand eine Lücke: „Viele ältere Leute kaufen sich dort Kleidung, weil sie nicht aus Bookholzberg wegkommen“, hat Peter Hasselberg beobachtet. Auch junge Leute würden zu den Kunden zählen. Der Vorsitzende des Orts- und Heimatvereins Bookholzberg-Grüppenbühren gehörte zu den Initiatoren des Wochenmarktes. Aus seiner Sicht könnten die Stände auf dem Kirchplatz aber noch mehr Kunden vertragen. „Der Markt könnte noch ein bisschen besser angenommen werden.“
Außerdem sucht Hasselberg Nachfolger für Beschicker, die nicht mehr kommen. „Wir hätten gerne noch etwas mit Käse und Oliven“, meint er. Außerdem sei ein Geflügel-Händler angesprochen worden. Von den Bookholzbergern bekommt Hasselberg positive Rückmeldungen: „Die Bevölkerung findet es gut, dass es den Wochenmarkt gibt.“
Die Stände locken aber nicht nur Käufer aus dem Ort an. Wegen des Schlachters kämen auch Kunden aus Wildeshausen, sagt Hasselberg. Und Fischhändler Donner, der freitags auf dem Markt in Ganderkesee steht, bedient in Bookholzberg immer wieder Kunden aus dem Nachbarort.
