BOOKHOLZBERG/LANDKREIS - Calvin Westermann war die Verwunderung anzusehen. Gerade eben erst war für seine Mannschaft, die der Jugendfeuerwehr Ganderkesee, beim Orientierungsmarsch in Bookholzberg der Startschuss gefallen – da hatte ihm Organisator Egon Lustermann ein Ei in die Hand gedrückt. „Das ist noch nicht gekocht“, stellte der Zwölfjährige beim Schütteln fest. Was er nicht wusste: Auch das Ei konnte Punkte bringen.

29 Jugendfeuerwehrgruppen aus jeweils mindestens neun Aktiven gingen bei dem Wettbewerb am Sonntagvormittag an den Start – die meisten kamen aus dem Landkreis Oldenburg, der Stadt Oldenburg und Delmenhorst, daneben nahmen Gäste aus Bochum (zu denen Bookholzbergs Jugendfeuerwehrwart Kai Regendorp die Kontakte geknüpft hatte), Westerstede (die hatte man beim Zeltlager in Delmenhorst kennen gelernt), aus dem benachbarten Hekeln und vom THW Hude-Bookholzberg teil. Je nach Alter war ein viereinhalb oder fünfeinhalb Kilometer langer Rundkurs mit allerlei Aufgaben zu absolvieren.

10.15 Uhr – das war die Startzeit der Orts-Ganderkeseer Gruppe. Mit „ein bisschen Karten- und Kompasskunde“ habe man sich vorbereitet, erzählte Betreuer Oliver Müller, der sich – wie auch sein Kollege Michael Herbers, eher im Hintergrund hielt. „Lauft nicht anderen Gruppen nach, es gibt verschiedene Streckenführungen“, gab Lustermann noch als Tipp mit auf den Weg – und drückte Arno Passoke einen Plan in die Hand. Los ging’s.

Schon nach wenigen hundert Metern kam die erste Herausforderung: Timo Tanzberger und Kristof Kamin, beide in der Bookholzberger Wehr aktiv, baten zum Schläuche-Kuppeln. Damit das etwas kniffliger war, hatte man ältere Schläuche mit anderer Kupplung genommen. Kamin: „So etwas gibt es wohl in keiner Feuerwehr mehr.“

Fünf Ganderkeseer machten sich ans Werk. „2 Minuten 24, keine Fehler“, meinte Tanzberger am Ende. Michael Herbers, der es sich am Rand in einem Campingstuhl bequem gemacht hatte, applaudierte zufrieden.


Bei Station zwei hatte das Team dann Steckleiter-Teile zu einer Brücke zusammenzusetzen und einen Schlauch durchzuführen, später waren Kenntnisse in der Ersten Hilfe oder beim Bewegen von Lasten gefragt. Übrigens: Das Ei war in keinen Wettbewerb eingebaut – es musste nur heil zurückgebracht werden.

Nach dem Marsch ist bei den Beteiligten jetzt Geduld gefragt – denn die Auswertung folgt später. Die Siegerehrung kündigte Lustermann für den Kreisentscheid in Delmenhorst am 8. Juni an.

Nach dem

Wettbewerb ist

Geduld gefragt