BOOKHOLZBERG/LANDKREIS - „Wir haben ja immer gesagt, dass an den Vorwürfen nichts dran ist“, kommentierte am Donnerstag Ingrid Schwarting von der Bookholzberger „Schwarting Vieh und Fleisch GmbH“ auf Nachfrage der NWZ die Nachricht, dass die Staatsanwaltschaft Oldenburg das gegen den Betrieb laufende Ermittlungsverfahren aufgrund mangelnden Tatverdachts eingestellt hat. Die Ermittlungen hätten den von einem Tierschutzverein geäußerten Verdacht, es sei zu illegalen Tot- und Krankschlachtungen gekommen, nicht bestätigt, teilte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Dr. Frauke Wilken, mit. Das Verfahren war seinerzeit aufgrund von heimlichen Filmaufnahmen, die der Verein gemacht und die ein Fernsehsender veröffentlicht hatte, eingeleitet worden.
Bei einer Durchsuchung des Betriebes hatten die Ermittler u.a. das vorgefundene Fleisch untersucht – und keine Mängel gefunden. Auch die sichergestellten Papiere, wie Schlachtbuch und Begleitscheine, hätten den Vorgaben entsprochen. Darüber hinaus seien Landwirte vernommen worden, deren Rinder an einem der Filmtage geschlachtet worden waren. Sie hätten bekundet, dass es sich um Notschlachtungen handelte. Dies sei von den zuständigen Tierärzten bestätigt worden.
Hinsichtlich von Filmszenen, die einen Mitarbeiter des Betriebes beim Ritt auf einem Schaaf und mehrere tote Rinder auf einem Anhänger zeigen, hieß es: Dabei „könnte es sich um Ordnungswidrigkeiten handeln“. Das Verfahren werde in diesen Dingen an die zuständige Stelle, den Landkreis Oldenburg, abgegeben.
Darauf, dass jetzt schnell alles wieder zur Normalität zurückkehrt, hofft Ingrid Schwarting: „Wir mussten wegen der ganzen Turbulenzen fünf unserer 25 Mitarbeiter entlassen“, schildert sie. Allerdings plane das Unternehmen, diese wieder einzustellen, „wenn die Auftragslage sich normalisiert hat“. Zwar hätten die meisten Landwirte trotz der im Raum stehenden Vorwürfe zu dem Unternehmen gehalten – aber eben doch nicht alle. Die Schwartings wollen jetzt ihrerseits die Justiz bemühen und sowohl die Tierschützer, als auch einen ehemaligen Mitarbeiter anzeigen, der in den Medien schwere Vorwürfe erhoben hatte.
