BOOKHOLZBERG - „Das ist eine richtige Gelddruckmaschine!“ Hergen Geerken ist schlichtweg begeistert von der Solaranlage auf der Sporthalle der Grundschule Bookholzberg. Noch nie war es für den Kassenwart des Fördervereins so leicht, Geld zu erwirtschaften, das der Schule zugute kommt. Statt der erwarteten rund 1500 Euro Gewinn blieben nach dem ersten Jahr 2862,06 Euro übrig.
Und deshalb findet Geerken, dass möglichst viele Gebäude der öffentlichen Hand mit entsprechender Ausrichtung und einem Dach geeigneter Neigung mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden sollten. „Das finanziert sich von selbst und rechnet sich ab dem ersten Jahr“, ist sich der Kassenwart angesichts günstiger Finanzierungsmöglichkeiten sicher.
Für den Förderverein jedenfalls war das erste Jahr der Solaranlage ein sonniges. Im Vergleich mit dem Durchschnitt der Anlagen in der Region konnte deutlich mehr Strom erzeugt und ins Netz eingespeist werden – insgesamt 19 000 kWh im ersten Betriebsjahr. Eine solche Leistung entspreche dem Verbrauch von vier bis fünf Einfamilienhäusern, erläuterte Axel Schneider von Meyer Technik. Das Ganderkeseer Unternehmen hatte die Anlage im Herbst 2007 installiert.
Dass sich eine solche Solaranlage auch im verregneten Norden lohnt, zeigte sich am Freitagmorgen, als das Display, das die Daten für die Schüler sichtbar anzeigt, offiziell übergeben wurde. Trotz Schneefalls produzierte die Anlage noch 150 Watt Strom. Und selbst als eine dichte weiße Schicht die kompletten 236 Quadratmeter Solarmodule bedeckte, waren es noch 50 Watt – genug für ein paar Energiesparlampen.
Bezahlt hat die rund 2000 Euro teure Anzeige die Volksbank Bookholzberg-Lemwerder. Eingesetzt werde sie auch im Unterricht, versicherte Schulleiterin Dörte Lohrenz. So werde aus jeder Klasse derzeit ein Schüler zum Energiebeauftragten ausgebildet. Und der solle nicht nur darauf achten, dass Licht ausgeschaltet und Fenster geschlossen würden. Zu den Aufgaben der Schüler gehöre dann auch das regelmäßige Ablesen der Anzeige.
