BOOKHOLZBERG - Der Friedhofsverein Bookholzberg ist einer der alten Vereine des Ortes und – was wenig bekannt ist – mit 657 Mitgliedern auch einer der größten.

Am 5. Mai 1929 fand die Gründungsversammlung im Schwarzen Ross statt. Nach dem noch vorhandenen Protokoll trugen sich 40 Mitglieder sofort ein – eine für die damalige Größe des Ortes erstaunliche Zahl.

Nachdem das erste Teilstück des Friedhofes angelegt war, das heute noch durch die fest gegossenen Umrandungen am Hauptweg zu erkennen ist, wurde 1932 eine Kapelle eingeweiht.

In den 30er Jahren erwarb die Verein auch eine Glocke für die Kapelle, die während des Zweiten Weltkrieges für Kriegszwecke beschlagnahmt wurde. Als weiteres Erbe des Krieges finden sich auf dem Friedhof die Gräber von deutschen Soldaten, die in den letzten Apriltagen 1945 bei den sinnlosen Kämpfen gegen die zur Weser vorrückenden Alliierten gefallen waren.

Nachdem die Einwohnerzahl Bookholzbergs ab den 70er Jahren deutlich zu wachsen begann, wurde der Friedhof erheblich vergrößert. Ende des Jahrhunderts gab es aufgrund des begrenzt zur Verfügung stehenden Geländes auf dem Vereinsfriedhof keine einzige Grabstelle mehr, so dass die evangelische Kirche, die unmittelbar nebenan ihren Friedhof betreibt, alle Beerdigungen übernahm.


Heute gibt es auf dem Vereinsfriedhof wie auf anderen Friedhöfen eine grundlegend veränderte Situation. Die Anzahl freier Grabstellen ist erheblich angewachsen. Die Nachfrage nach Urnengräbern nimmt dagegen deutlich zu. Der Verein ist jetzt dabei, ein langfristig angelegtes Konzept für die Umgestaltung eines Teilbereiches für die Urnenbestattung zu entwickeln. Eine kleinere Fläche steht bereits zur Verfügung.

Ein noch nicht geklärtes Problem ist die Frage der Pflegekosten für viele freie Grabstellen. Der Verein hat bisher in seiner langen Geschichte immer alle Kosten selbst getragen und damit auch die politische Gemeinde entlastet, deren Aufgabe sonst das Begräbniswesen ist.

Geleitet wird der Verein vom 1. Vorsitzenden Hans-Adolf Müller, seinem Stellvertreter Friedel Wünker, dem Kassierer Gerold Brinkmann und dem Schriftführer Hermann Budde.