BOOKHOLZBERG - Ernst-August Müller lässt nicht locker: Der Bookholzberger hat sich jetzt an den Zweckverband Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen (ZVBN) gewandt mit der Bitte, dass in seinem Heimatort sowie an den Bahnhöfen Hoykenkamp und Schierbrok Züge der Regio-S-Bahnlinie 4 (Bremen-Nordenham) halten.
Wie mehrfach berichtet, wird die Gemeinde Ganderkesee von dieser Linie bisher nicht bedient: Während für die ebenfalls im Dezember 2010 in Betrieb genommene S-Bahnlinie 3 (Bremen-Bad Zwischenahn) in Hoykenkamp, Schierbrok und Bookholzberg Zusteigemöglichkeiten im Stundentakt bestehen, fahren die Züge der Linie 4 von Delmenhorst bis Hude nonstop durch, halten dann aber im weiteren Verlauf in der Wesermarsch an jeder Milchkanne (O-Ton Müller).
Für diesen Fahrplan konnte Ernst-August Müller schon vor Inbetriebnahme der S-Bahn wenig Verständnis aufbringen nun hat er aber festgestellt, das auch der Entwurf des neuen Fahrplans, der ab 2012 gelten soll, keine Haltepunkte der S-Bahnlinie 4 in der Gemeinde Ganderkesee vorsieht. Es hat sich nichts verändert oder verbessert, kritisiert Müller.
Dabei gebe es durchaus Möglichkeiten, die drei Bahnhöfe im Norden der Gemeinde in die Linie 4 zu integrieren, meint der frühere Kreisbrandmeister nach intensivem Studium der Kursbücher. In seinem Schreiben an den Zweckverband unterbreitet er den ZVBN-Planern mehrere Vorschläge beispielhaft für einen Zeitraum von drei Stunden am Morgen.
Müller schlägt Alternativen für die S-Bahnlinie 4 wie auch für den Regionalexpress vor. Bei Letzterem würden Zwischenstopps in Hoykenkamp, Schierbrok und Bookholzberg nicht einmal einen Zeitverlust mit sich bringen, argumentiert er, weil der Regionalexpress nämlich in Oldenburg ganze zehn Minuten lang halte dieser Stopp könnte auf drei Minuten gekürzt werden, meint der Bookholzberger.
Auch bei der S-Bahnlinie 4 sei noch Zeit drin, glaubt Müller. So habe er zum Beispiel festgestellt, dass deren Züge Bookholzberg nur langsam passierten und dann sogar 300 Meter vom Bahnhof entfernt vor einem Signal anhalten müssten. Da zudem vier Züge innerhalb von 20 Minuten in die gleiche Richtungen fahren, so Müller, würden seine Vorschläge auch noch zu einer Entzerrung und damit zu einer besseren Taktfrequenz führen.
