BOOKHORN - Wenn die DLRG Ganderkesee ihr Thema für den Faschingsumzug sucht, dann ist eins klar: Wasser gehört dazu. So auch in diesem Jahr. Passend zur Talfahrt des Deutschen Aktienindex Dax lassen die DLRGler diesen baden gehen.

„Die Idee stammt von Elke Homan-Meyer“, erzählt Organisator Sepp Kubesch und sei von allen sofort begeistert aufgegriffen worden. „Der Spruch ist frech, politisch und doppeldeutig und bei allen sehr gut angekommen“, betont er. Die Doppeldeutigkeit des Mottos machen sich die Faschingsfreunde auch bei ihren Kostümen zunutze: Als Dachse verkleidet werden sie durch die Straßen ziehen. Zumindest oben herum. Wie das komplette Kostüm aussehen wird, wollen die DLRGler noch nicht verraten. Nur soviel: Reifen und blaue Müllsäcke spielen bei der Gestaltung eine große Rolle.

„Wir müssen auch sparen“, sagt Kubesch scherzhaft zu den Materialien. Klar ist, das Kostüm soll gut aussehen. Es darf aber auch nicht zu viel kosten. Schließlich soll die Teilnahme am Umzug für alle erschwinglich bleiben. Mit 32 Mitgliedern nehmen die Lebensretter in diesem Jahr am Umzug teil.

Beim Fasching um den Ring sind sie eine feste Institution. Ob als Gefangene der rot-schwarzen Koalition oder als Leuchttürme, seit 1977 sind sie dabei. Teilzunehmen ist für die Gruppe eine Selbstverständlichkeit: „Es macht viel Spaß und ist eine ideale Gelegenheit, die DLRG zu präsentieren“, betont Kubesch. Auch lokale Themen greift die Gruppe gerne auf. „In einem Jahr sind wir als Kassenautomaten gegangen, weil die Automaten im Hallenbad oft defekt waren“, erinnert er sich.

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Die Dachskostüme kommen bei allen Mitgliedern gut an. Schließlich sehen sie nicht nur gut aus, sondern halten beim Umzug auch schön warm. „Frieren werden wir in diesem Jahr nicht“, betonen Inge Rehberger-Kubesch und Anke Kaminski. Gemeinsam mit vier weiteren Frauen haben sie die Kostüme für die Fußgruppe genäht.

Aber nicht nur die Verkleidung muss fertiggestellt werden, auch der Handwagen, auf dem die Fußgruppe ihre Kamelle transportiert, muss jedes Jahr neu geschmückt werden. „Das ist schon viel Arbeit“, fasst Kubesch zusammen. Dennoch freuen sich die Narren auf dem Umzug. Und vielleicht lässt sich ja dabei bei der ein oder anderen Gruppe eine neue Kostümanregung fürs nächste Jahr abschauen.