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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Borgward baut Werk im Bremer Westen

13.04.2017

Bremen Die Traditionsmarke Borgward kehrt nach Bremen zurück. Wie der Bremer Senat am Mittwoch mitteilte, will der deutsch-chinesische Autohersteller ein 140 000 Quadratmeter großes Gelände im Güterverkehrszentrum (GVZ) im Bremer Westen, nur wenige Kilometer entfernt von der Landesgrenze zu Niedersachsen in Richtung Delmenhorst, erwerben und dort sein angekündigtes Werk errichten. Eine entsprechende Absichtserklärung haben die Borgward Group, die zum chinesischen Fahrzeughersteller Foton gehört, und die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) jetzt unterzeichnet.

Auf dem Gelände sollen eine Autoproduktion, eine Teststrecke, ein Auslieferungszentrum und ein Showroom entstehen, hieß es weiter. Zum Kaufpreis machten die Beteiligten keine Angaben.

„Mit dem Kauf des Areals gehen wir konsequent den nächsten Schritt in unserer globalen Wachstumsstrategie“, sagte Borgward-Vorstandschef Ulrich Walker. Bremens Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) begrüßte die Entscheidung des Autobauers. „Wir freuen uns außerordentlich über die Standortentscheidung von Borgward. Das Land Bremen verfügt über eine große Kompetenz in der Automobilbranche und gewinnt mit Borgward eine starke Marke mit Ambitionen, im europäischen Markt eine wichtige Rolle zu spielen, hinzu.“

Bereits im Mai will die WFB das Grundstück mit Sand aufschütten, um es für die Bauarbeiten vorzubereiten. Borgward plant, Anfang 2018 mit dem Bau seiner Gebäude zu beginnen. Die ersten Autos sollen 2019 vom Band rollen.

Zu Beginn plant Borgward mit einer Produktion von bis zu 50 000 Fahrzeugen der SUV-Modelle BX7 und BX5 im Jahr. Sie sollen zunächst in der sogenannten SKD-/CKD-Fertigung entstehen. Das heißt: Vorgefertigte Teile und Komponenten werden in das Bremer Werk geliefert, wo sie zu einem Auto zusammengesetzt werden. Ziel sei es, „je nach Bedarf und Nachfrage“ die SKD-/CKD-Fertigung in eine Vollproduktion umzuwandeln, teilte Borgward mit. Zu Beginn sollen bis zu 100 Arbeitsplätze entstehen.

In Bremen sollen zunächst rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge sowie Plug-In-Modelle produziert werden. „Unsere Fertigung in Bremen wird das weltweite Kompetenzzentrum für Elektromobilität“, sagte Walker. Die Fahrzeuge aus der Hansestadt sollen in Europa auf weiteren Märkten verkauft werden.

Die jetzt bekannt gewordenen Ansiedlungspläne fallen siebenmal größer aus als ursprünglich angedacht. Als Borgward 2016 angekündigt hatte, im Land Bremen ein Werk errichten zu wollen, war nur von einer 10 000 Quadratmeter großen Halle und einer ebenso großen Zusatzfläche die Rede. „Wir sind der Überzeugung, dass wir für die Zukunft planen müssen und wollen“, sagte ein Sprecher.

Neben der Stadt Bremen hatte sich auch noch Bremerhaven um eine Ansiedlung bemüht. Der Borgward-Sprecher betonte, dass man keine Entscheidung „gegen Bremerhaven, sondern für Bremen“ getroffen habe. Der Standort im GVZ sei „von der Logistik her perfekt“. Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) gratulierte Bremen zu der Ansiedlung. Sie sei einerseits eine gute Nachricht für das Bundesland Bremen, andererseits aber auch enttäuschend für Bremerhaven.

Borgward mit Sitz in Bremen gehörte bis zu seiner Insolvenz 1961 zu den bekanntesten deutschen Automarken. Christian Borgward, Enkel des Firmengründers Carl Friedrich Wilhelm Borgward belebte die Marke 2015 wieder. Seit 2016 werden Autos in einem Werk in China gebaut.

Jörg Schürmeyer
Redakteur
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2041
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