• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Windräder verändern Windverhältnisse

13.07.2018

Borkum /Geesthacht Die zahlreichen Windräder in der Nordsee verändern einer neuen Studie zufolge auch die Windverhältnisse selbst. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) haben mit Satelliten-Radarbildern untersucht, wie Windkraft-Anlagen in der Deutschen Bucht die Windverhältnisse zum Teil abschwächen, teilte das Zentrum am Donnerstag mit.

Derzeit drehen sich mehr als 1000 Windräder über der Deutschen Nord- und Ostsee. Bis zum Jahr 2030 soll die Kapazität der Offshore-Parks auf 15 Gigawatt ausgebaut werden. Studienautor Johannes Schulz-Stellenfleth rechnet mit mehr als 2500 Windrädern bis 2030. Damit diese sich nicht gegenseitig den Wind wegnehmen, werden Satellitenbilder analysiert, um die Modelle der Windverhältnisse zu verbessern.

Radarbilder der Satelliten Sentinel-1 und TerraSar-X erfassen die Rauigkeit der Meeresoberfläche der Nordsee. Da Wellen in der Nordsee vor allem durch Wind entstehen, lassen die Bilder Rückschlüsse auf die Windverhältnisse zu. Noch bis zu 70 Kilometer hinter den Anlagen der Offshore-Windparks konnten die Wissenschaftler großräumige Windschatten, sogenannte Wakes, erkennen. Die Wakes entstehen, weil die vorderen Windräder den Wind abbremsen.

Durch Vergleiche mit meteorologischen Messungen auf der Forschungsplattform Fino-1, die 50 Kilometer vor der Insel Borkum in direkter Nähe zu dem Windpark Alpha Ventus liegt, konnte zudem gezeigt werden, dass die Länge der Wakes von der Stabilität in der Atmosphäre abhängt. Wenn man etwa relativ warmes Wasser und kalte Luft darüber vorfindet, bilden sich starke Turbulenzen. Die Wakes werden dann relativ schnell „weggemischt“ und sind dementsprechend kürzer.

Nicht überall führten die Windkraft-Anlagen jedoch zu einer Abschwächung der Windgeschwindigkeit. Innerhalb der ersten zehn Kilometer ließen Radarsignale sogar auf eine erhöhte Rauigkeit schließen. „Wir denken, dass dieser Effekt durch die mechanisch erzeugte Turbulenz direkt hinter den Turbinen entsteht“, erklärt Schulz-Stellenfleth.

Weitere Nachrichten:

Windpark | Alpha Ventus

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.