BORNHORST - Mit dem Sommerwetter hat auch der Badespaß am Kleinen Bornhorster See begonnen. In den Sommerferien schiebt hier wieder die Oldenburger DRLG-Ortsgruppe Wache. Schon vor Wochen hat Matina Riks den Dienstplan fertiggestellt. Ihr Name ist darauf auch zu finden. Die Mitarbeiterin der Arge Oldenburg nimmt für den Sommerdienst sogar jedes Jahr eine Woche Urlaub.

„Man soll den Rettungsdienst machen, wenn man daran Spaß hat. Geld verdienen kann man damit nicht“, betont die Oldenburgerin. Die Wachgänger bekämen für ihren Einsatz lediglich eine kleine Aufwandsentschädigung.

Der Nutzungsvertrag mit der städtischen Bäderbetriebsgesellschaft sieht laut Matina Riks vor, dass (bei gutem Wetter) täglich drei DLRG-Mitglieder auf die Badenden aufpassen. „Das sind der Wachleiter, der Wachgänger und der Bootsführer“, erklärt sie. Beim Wachgänger handele es sich immer um einen Kollegen mit viel Erfahrung. Wachgänger könnten schon Mitglieder ab 16 Jahren werden. „Voraussetzung ist der Rettungsschwimmerschein in Silber und ein gültiger Erste-Hilfe-Schein.“ Wer das DRLG-Rettungsboot „Nivea“ lenke, der müsse einen Bootsführerschein besitzen, so Riks. „Und den kann man erst im Alter von 18 Jahren erwerben.“

Neu in der Wachstation am Bornhorster See ist ein kleiner Kiosk. Der werde von der Bäderbetriebsgesellschaft betrieben, erklärt Matina Riks. Am Verkaufstresen stünden DLRG-Mitglieder.

Der Dienst der Rettungsschwimmer beginnt gegen 10 Uhr. Doch schon davor haben sie viel zu tun: „Mit Müll aufsammeln“, erzählt Riks. Nicht nur im Strandbereich sei jeden Morgen wieder viel Abfall zu finden. „Bei der ersten Kontrollfahrt mit dem Boot entdecken wir in den Badebuchten oft richtige Müllberge, die wohl von nächtlichen Partys stammen.“


Bei ihren Wachdiensten am See habe sie in all den Jahren zum Glück noch nie wiederbeleben müssen. „Hauptsächlich bekommen wir es mit Schnittwunden von Scherben und Wespenstichen zu tun“, sagt Matina Riks.

Nach acht bis zehn Stunden ist dann Schluss mit dem Dienst am Bornhorster. Und dann springen auch die Rettungsschwimmer noch einmal ins Wasser – aus reinem Vergnügen.

Susanne Gloger
Susanne Gloger Redaktion Oldenburg