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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Autoindustrie: Renault will 15 000 Stellen streichen

30.05.2020

Boulogne-Billancourt Mit dem Abbau von rund 15 000 Stellen und milliardenschweren Kostensenkungen will der französische Autobauer Renault aus der Krise kommen. Ein kleineres Werk für mechanische Teile in der Nähe von Paris soll bis 2022 dichtgemacht werden, sagte Renault-Präsident Jean-Dominique Senard am Freitag in Boulogne-Billancourt bei Paris an. Weitere Schließungen seien nicht geplant, auch nicht im Ausland: „Das ist kein Plan für Fabrikschließungen, das ist ein Sparplan.“ Renault hat bisher allein in Frankreich 14 Standorte.

Bei dem geplanten sozialverträglichen Abbau von Stellen entfallen rund 4600 auf Frankreich, in den übrigen Ländern weltweit sollen es über 10 000 sein. Das über drei Jahre laufende Sparprogramm hat einen Umfang von über zwei Milliarden Euro. „Wir müssen profitabler werden“, sagte Interimschefin Clotilde Delbos. Ungeachtet der Probleme werde der Hersteller aber in der Formel 1 verbleiben.

Der Konzern mit bisher rund 180 000 Beschäftigten weltweit schrieb bereits im vergangenen Jahr rote Zahlen. Die Corona-Pandemie und die Absatzkrise verstärkten die Probleme. Der Konzern braucht einen staatlich garantierten Kredit von fünf Milliarden Euro; Senard zeigte sich zuversichtlich, dass der Vertrag bald unterschrieben werden kann. Das Unternehmen sei nicht bedroht: „Renault funktioniert, Renault lebt“, sagte der frühere Chef des Reifengiganten Michelin.

Die gesamte Branche mit Hunderttausenden Arbeitsplätzen befindet sich im Umbruch. Bei anderen Autokonzernen laufen ebenfalls harte Umbau- und Kürzungsprogramme. Die Arbeitswelt in der Branche ändert sich radikal, die Unternehmen müssen bereits Milliarden in den schwierigen Wandel in Richtung E-Mobilität und Digitalisierung stecken.

Der Nachfrageeinbruch in der Corona-Krise erhöht nun zusätzlich den Spardruck: Immer weniger Verbraucher interessieren sich für die Anschaffung eines Autos. Investitionen werden gedrosselt, viele weitere Jobs stehen auf der Kippe.

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In Frankreich ist die Autokrise inzwischen Chefsache. Staatschef Emmanuel Macron legte zu Wochenbeginn einen milliardenschweren Rettungsplan für die heimische Autobranche vor. Das Ziel: Sein Land soll bei der Herstellung von sauberen Autos in Europa führend werden. Für den Milliardenkredit seien Zusagen von Renault für zwei Werke in Nordfrankreich nötig, hatte Macron gefordert. Der Staat hat mit einem Anteil von 15 Prozent bei dem Hersteller immer noch viel zu sagen.

Renault setzt nun auf Stärken wie das E-Auto. Senard sagte, die Fabriken im Heimatland seien nur zu rund 60 Prozent ausgelastet. Die weltweite Produktionskapazität von bisher vier Millionen Autos im Jahr soll innerhalb von vier Jahren auf 3,3 Millionen Fahrzeuge sinken. Renault hatte bereits am Mittwoch angekündigt, auf die Kostenbremse zu treten.

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