Bochum/Lingen - Der Aral-Mutterkonzern BP will an seinem Raffineriestandort Lingen 100 Stellen bis zum Jahr 2020 streichen. Betriebsbedingte Kündigungen sollten vermieden werden, teilte die Unternehmenszentrale von BP am Donnerstag in Bochum mit. Mit dem Betriebsrat seien Abfindungspakete ausgearbeitet worden, damit Mitarbeiter das Unternehmen freiwillig verlassen.

Deutschlandweit will der Konzern 580 Jobs abbauen. Das sind mehr als ein Zehntel der bundesweit 5000 Mitarbeiter. In der Verwaltung in Bochum sollen bis Ende 2017 etwa 210 Jobs wegfallen und am Raffineriestandort Gelsenkirchen sollen 270 Stellen bis 2020 gestrichen werden. Grund ist nach Unternehmensangaben die schrumpfende Nachfrage nach Benzin, Diesel und Heizöl.

Derzeit seien in der Raffinerie Lingen 780 Mitarbeiter beschäftigt, sagte Unternehmenssprecherin Stefanie Hansen. Die 1953 in Betrieb gegangene Raffinerie in Lingen sei auf die Beschaffenheit des in der Region gewonnenen Rohöls besonders eingestellt. Der Standort Lingen stehe daher nicht infrage.