BRAKE - Mit einer noblen Geste hatte Barbara Schinski-Busch (SPD) am 28. Juni die Mitglieder des Stadtrats überrascht. Sie erklärte sich bereit, für die Sprachförderung der Arbeiterwohlfahrt 11 000 Euro zu spenden. Die Stadt hatte im Zuge der Haushaltskonsolidierung genau diese Summe einsparen wollen. Das hätte das Aus für die Sprachförderung bedeutet.

Am Mittwoch hat Thomas Elsner, Geschäftsführer des AWo-Bezirks Weser-Ems, der Ratsfrau seinen Dank ausgesprochen. Eine Privatspende in einer solchen Höhe sei keineswegs alltäglich, sagte Elsner. Das Engagement von Barbara Schinski-Busch sei vorbildlich. Das konnten Lotti Siegel, kommissarische Leiterin der AWo-Beratungsstelle in Brake, sowie Sprachförderkraft Sandra Lübken-Kramer nur bestätigen.

„Sprache ist ein Werkzeug, das jedes Kind beherrschen muss“, sagte Barbara Schinski-Busch, „die Sprachförderung in Brake zu opfern, konnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren“.

Seit 2006 fördert die AWo im Auftrag des Landes Niedersachsen, des Landkreises Wesermarsch sowie der Stadt in den Braker Kindergärten drei- bis fünfjährige Kinder mit Problemen im Erwerb der deutschen Sprache. Neben Sandra Lübken-Kramer ist als zweite Kraft Heike Rausch in Sachen Sprachförderung für die AWo tätig. Dank der Spende seien die Sprachförderung und auch die Arbeitsplätze der beiden Frauen für ein weiteres Kindergartenjahr gesicher, freute sich Lotti Siegel.