BRAKE - Mit der eingehausten Nachrotte wird von der Bioabfallvergärungs- und Kompostanlage in Käseburg keine Geruchsbelästigung mehr ausgehen. Die Ausbreitungsrechnung weist null Geruchsstunden auch für die Wohngebiete Am Wasserturm und an der Stedinger Landstraße aus. Das ist das Ergebnis eines neuen Gutachtens, das die GIB nach dem Kreistagsbeschluss zur Einhausung in Auftrag gegeben hatte.
Das Gutachten wurde von der Ingenieurgesellschaft Zech, einer vom Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim zertifizierten Messstelle nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz, in Zusammenarbeit mit dem Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen erstellt. Grundlagen waren neben der Einhausung der Nachrotte wie beim ersten Gutachten die Geruchsemmissionen des Gaslagers und des Blockheizkraftwerks auf dem Gelände des Entsorgungszentrums. Die Studie des Landesumweltamtes kommt zu dem Ergebnis, dass Biofiltergerüche teilweise in unmittelbarer Nähe nicht mehr wahrzunehmen sind und in der Regel nicht weiter als 100 Meter getragen werden. „Biofiltergerüche sind nicht vergleichbar mit Gerüchen aus der Biotonne. Es riecht erdig wie beim Umgraben eines Gartenackers“, erklärt GIB-Geschäftsführer Rainer Penning.
Auf Grundlage des Gutachtens wird ein Pflege- und Wartungskonzept für die Anlage Bestandteil der Genehmigung durch das Gewerbeaufsichtsamt werden. Die GIB als Betreiberin der Anlage muss ein Betriebstagebuch führen.
Mit dem neuen Gutachten sehen Harald Schöne, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, und Hans-Dieter Lohstroh, Vorsitzender des Werksausschusses Abfallwirtschaft, die Befürchtungen der Bürger ausgeräumt. Der Kreistag habe mit der Einhausung der Nachrotte die richtige Entscheidung getroffen.
