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gartenprojekt Auf 20 Quadratmetern kulturell Wurzeln schlagen

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BRAKE - Ein Ort der Begegnung und der Gemeinschaft – das soll der „Interkulturelle Garten“ sein. Solch ein Garten soll nun auch in Brake angelegt werden. Organisiert wird das Projekt vom Refugium Wesermarsch und der Interkulturellen Stiftung.

Laut Migrationssozialarbeiter Manuel Fragoso vom Refugium soll der Garten auf einem 1500 Quadratmeter großen Gelände an der Ladestraße entstehen, das die Deutsche Bahn zur Verfügung gestellt hat. Auf diesem Gebiet hätten Einheimische und Zugereiste aller Kulturen und Nationen die Möglichkeit, eine 20 bis 30 Quadratmeter große Parzelle zu gestalten.

Als Gartenfachkraft steht Nadine Deberding zur Verfügung. Ziel soll sein, Pflanzen, Sitten und Gebräuche anderer kennen zu lernen, gemeinsam zu feiern und einen Ort für Kinder zum Spielen zu bieten.

Projekte sind erwünscht

Finanziert wird das Gartenprojekt in Brake zu 85 Prozent vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Den Rest steuert das Refugium bei. Kooperationspartner sind neben der Stadt Brake unter anderem der KGV Dreieck und die Jugendwerkstätten Meyerhof.

Der Begegnungsgarten ist offen für alle und soll auch für Feste, Schulprojekte, Kunst und Handwerk oder Spielenachmittage genutzt werden. Am Donnerstag, 11. März, soll ab 14 Uhr auf dem Gelände ein Infotreffen mit Gartenbesichtigung stattfinden.


Die Idee des Interkulturellen Gartens stammt aus Göttingen. Das dortige Migrationszentrum wollte das angebot für Flüchtlinge erweitern. Da sich viele von ihnen einen Garten wünschten, entwickelte sich die Idee, berichtet Tassew Shimeles. Der Di- plom-Agraringenieur stammt aus Äthiopien und ist der Gründer der Interkulturellen Gärten. Mittlerweile gibt es sie in weiten Teilen Deutschlands. Zum Konzept gehöre, Brachflächen in belebte Gemeinschaftsgärten mit ökologischem Anbau umzuwandeln.

Gärten sind „grüne Lungen“

Auch Bürgermeister Roland Schiefke ist von der Idee eines Begegnungsgartens überzeugt. Er bedauert es, dass viele Parzellen, die „grünen Lungen unserer Städte“, bei Kleingartenvereinen leer stünden. Deshalb wäre die Stadt bereit, die Jahrespacht für eine Parzelle zu übernehmen, falls sich ein Teilnehmer aus dem Projekt für eine solche Parzelle entscheide.

Wer sich für einen Platz im Interkulturellen Garten interessiert, kann sich an das Refugium in Brake, Telefon 6617, wenden.

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