Brake - „Die Terrasse ist das große Problem.“ Irmgard Thümler steht in ihrem sorgfältig angelegten Garten. In vier akkuraten und mit niedrigen Metallwänden abgetrennten Beeten blühen Mohn, Rosen, Pfingstrosen und andere Blumen. Salat, Johannisbeeren, Bohnen und Rhabarber wachsen und auch Kräuter gibt es. Daneben wirkt die rund 15 Quadratmeter große Terrasse mit ihren braunen, teilweise aufgesprungenen Fliesen und der rissigen Glasbauwand fehl am Platz.
Gemeinsam mit ihrem Mann Bernd Thümler (67) und Schwester Margret Koopmann (65), die im Herbst einzieht, hat Irmgard Thümler vor rund drei Jahren das Haus in Brake gekauft. „Unser Plan ist eine ,Alten-WG‘“, sagt die 58-Jährige. Nun sei nach einigen Arbeiten im Haus die Terrasse übrig geblieben. „Wir wollen sie Rollator- und Rollstuhlgerecht“, erklärt Irmgard Thümler.
Doch wie genau soll das umgesetzt werden? „Wir sind drei Personen mit drei Meinungen“, erzählt Bernd Thümler. „Also wollten wir eine vierte Meinung hören.“ Seine Frau habe sich dann mit dem Stichwort „hässlichste Terrasse der Wesermarsch“ bei dem H-Team von der NWZ und der Handwerkskammer beworben.
„Es scheint eine Herausforderung zu sein“, sagt Margret Koopmann während sich Thorsten Schipper, Fliesen-, Platten- und Mosaiklegermeister aus Bad Zwischenahn, gemeinsam mit Bernd Thümler die Terrasse genauer anschaut. „Ein wirkliches Problem gibt es nicht, bis auf die Bodenfliesen, die sehr glatt sind.“ sagt der 44-Jährige, gibt aber zu: „Wirklich schön anzusehen ist die Terrasse nicht mehr.“ Die Terrasse sei rund 30 bis 40 Jahre alt. Schipper: „Bei Regen tritt Wasser durch die Fugen ein, macht sie bei Frost mürbe und die Fliesen und Fugen platzen auf.“
Der Untergrund ist noch tragfähig, stellt der Experte aus dem H-Team fest und rät zu eine Sanierung wie folgt: „Den alten Fliesenbelag anrauen und grundieren, anschließend wird eine Gefällespachtelung aufgetragen – zur Zeit gleicht die Fläche eher einer Berg- und Talfahrt.“ Durch die Gefällespachtelung soll das Regenwasser künftig vom Gebäude weg abfließen, so dass sich keine Pfützen mehr bilden. Auf eine anschließend aufzutragende Verbundabdichtung kommen dann die neuen Fliesen.
Außerdem sollen das Geländer sowie die Glasbauwand zurückgebaut werden und durch ein neues Geländer und eine neue Trennwand ersetzt werden, so der Wunsch der Eigentümer. An der linken Seite der Terrasse soll zudem eine Rampe angebracht werden, die in den Garten führt. Aber: „Da wären weitere Handwerker gefragt.“
„Ich möchte über den Daumen gepeilt keinen Preis nennen“, sagt Schipper. „Fliesenbeläge im Außenbereich sind eben kostenintensiv.“ Er schätzt: „Die Arbeiten dauern rund eine bis eineinhalb Wochen mit Trockenzeiten.“ Die Hauseigentümer sind zufrieden: „Es wird so gemacht, wie der Experte es sagt“, so Bernd Thümler. „Wenn wir das gemacht hätten, wie ich dachte, wäre das Pfusch geworden.“
Die Einschätzung und das Erstellen der Reparaturliste durch das H-Team sind für die NWZ-Leser kostenlos. An den Reparatur- und Materialkosten beteiligt sich die NWZ zudem mit 200 Euro.
