BRAKE - Die Wetterverhältnisse und der Seegang in den vergangenen Tagen ließen es zu, dass sich wieder ein Taucher zum Wrack des Braker Fischtrawlers „Hoheweg“ hinunter wagen konnte. Der Tauchgang war notwendig, weil die Voraussetzungen für die Bergung des Schiffes erkundet werden mussten (die NWZ berichtete).

Der Taucher des mit der Bergung beauftragten Cuxhavener Unternehmens Otto Wulff stellte fest, dass sich die Lage der „Hoheweg“ seit den vorausgegangenen Tauchgängen kaum verändert hat, sie liegt unverändert auf der Steuerbordseite. Wie Diplom- Ingenieur Werner Kinkartz, Amtsleiter beim Wasser- und Schifffahrtsamt Bremerhaven, mitteilte, sei auch die Versandung unverändert geblieben. Kinkartz: „Der Kolk hat sich nicht weiter ausgedehnt.“ Ebenso treiben die Netze weiterhin etwa zwei Meter unter der Wasseroberfläche.

Die Wellen- und Strömungsverhältnisse haben es zugelassen, dass der Taucher bereits die Seile zum Durchziehen der starken Bergungsdrähte habe ausbringen können. Sie liegen jetzt vorn und unter dem Achterschiff des Havaristen. Mit diesen Zugdrähten werden die schweren Bergungsdrähte von dem Schwimmkran „Samson“ unter dem Schiff hindurchgezogen. Der „Samson“ besitzt einen Ausleger von 16 Metern Höhe und kann 900 Tonnen heben.

Nachdem die Voraussetzungen für die Bergung geschaffen werden könne, so hofft Kinkartz, könne die Bergung zügig über die Bühne gehen. Unberechenbare Größen bei dieser Unternehmung bleiben natürlich Wind und Wetter. Anvisiert sind die zweite oder dritte Juliwoche.

Die „Hoheweg“ sank am 8. November 2006 bei den Nordergründen, etwa 16 Seemeilen südlich von Helgoland. Den Auftrag für die Bergung hat das Wasser- und Schifffahrtsamt Bremerhaven vergeben. Die „Hoheweg“ liegt in etwa acht Metern Tiefe in einem viel befahrenen Gebiet und stellt somit eine Gefahr für die Schifffahrt dar. Außerdem befinden sich noch zirka 20 Tonnen Treibstoff in dem Schiff, die eine Umweltgefahr darstellen.


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NWZ/BRAKE/.2