BRAKE - BRAKE - „Das hat Spaß gemacht“, meinte Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring, als er nach getaner Arbeit aus dem Maschinenraum der Ramme herauskletterte. Er ließ es sich gestern nicht nehmen, den ersten Rammpfahl zum Bau der Halle sechs im Holztermilnal zu setzen. Nach kurzer Einweisung drückte Möllring auf das entsprechende Knöpfchen und in wenigen Minuten war der 19 Meter lange Stahlrohpfahl im Erdboden versenkt.

„Ich wünsche Ihrer Firma auch ein solch solides Fundament“, sagte er zu Jan Müller und Heiner Meyer, Geschäftsführer der J. Müller Breakbulk Terminal.

Mit dem Bau der neuen, 15 000 Quadratmeter großen Halle wird die Bebauung des Holzterminals abgeschlossen. Insgeamt 20 Millionen Euro sind dann investiert worden. Anfang 2003 begann der erste Bauabschnitt auf dem ehemaligen Kasernengelände. Im Oktober waren 30 000 Quadratmeter Freifläche und eine 27 000 Quadratmeter große Halle mit sieben Sektionen fertiggestellt. 8,7 Millionen Euro wurden dafür aufgewendet.

Die neue Halle soll Ende des Jahres errichtet sein. Anfang 2006 wird mit dem Anschluss an das Schienennetz gerechnet. Insgesamt stehen für die Holzlagerung dann 86 000 Quadratmeter an Hallenfläche und 50 000 Quadratmeter an Freifläche und Verkehrsfläche zur Verfügung.

Mit der Investition reagiert die Firma Müller auf das boomende Holzgeschäft mit den Vereinigten Staaten von Amerika. Holz aus Europa wird dringend für den Bau von Häusern benötigt. 300 Millionen Kubikmeter benötigen die USA pro Jahr, 4 Millionen werden aus Europa exportiert. Das Holz stammt überwiegend aus dem deutschsprachigen Raum. Die Forstwirtschaft in Amerika hinke dem Bedarf noch hinterher, denn für einen geschlagenen Baum müssen drei neue Bäume gepflanzt werden. In Deutschland, so Jan Müller wachsen jährlich 60 Millionen Tonnen Wald, von denen 40 Millionen „verbraucht“ werden.

Die Order hat die Prognosen bei weitem übertroffen, denn statt der erwarteten 1,5 Millionen Kubikmeter werden in diesem Jahr 1,8 Millionen in Brake umgeschlagen. Die Investitionen laufen dem aktuellen Geschäft hinterher, ein Teil der georderten Ware „lagert“ im Hafen auf mehreren Güterwagen

Das Holzgeschäft hat auch Auswirkungen auf die Belegschaft. 100 neue Arbeitsplätze wurden seit 2003 geschaffen.

Holz aus Europa wird für den Bau von

Häusern

benötigt