Brake/Nordenham - Sowohl Lob als auch Kritik an der seit Montag geltenden Maskenpflicht im Einzelhandel ist in Brake zu hören. Viele der Kunden im Famila Center an der Weserstraße sehen die neue Verordnung als richtigen Schritt zur Eindämmung der Infektionsgefahr an. Es sei schließlich zum eigenen Schutz. Auch in Bezug auf die kürzlich vorgenommenen Lockerungen erachtet Ilse Dietrich die Regel als sinnvoll. Für übertrieben hält dagegen eine andere Kundin die Maskenpflicht. Wie die meisten Braker trägt aber auch sie einen Schutz über Mund und Nase.

Eine Mitarbeiterin der „Ernsting’s family“-Filiale im Famila Center zeigt sich zufrieden damit, wie sich die Kunden an die Vorschrift halten. Auch vor Rossmann in der Breiten Straße ein regelkonformes Bild: Wer ansteht, um den Laden zu betreten, trägt hier eine Maske. Beim Weserbäcker kommen gewohnheitsmäßig einige Kunden noch immer ins Geschäft, ohne Mund und Nase zu bedecken und brauchen eine Erinnerung. Die meisten würden die neue Regel aber beachten, sagt Mitarbeiterin Christiane Schumacher.

Für sie als Schwangere sei die Maskenpflicht schwierig, sagt Natalie Midzan aus Nordenham. „Es ist schwer unter der Maske zu atmen“, sagt sie. Dennoch setzt sie die Maske auf, denn die Pflicht sei für sie nachvollziehbar, „um andere zu schützen“, sagt sie.

Eine große Akzeptanz hat auch Caria Büsing in ihrem Geschäft Modewerk Vier festgestellt. „Alle Kunden haben eine Maske auf“, sagt sie. Doch viele Kunden seien auch unsicher. „Es ist schon ein bisschen befremdlich. Gerade für Brillenträger ist es schwierig“, sagt sie. Sie befürchtet, dass die Maskenpflicht sie Umsatz kosten wird. „Die Kunden fühlen sich in ihrer Freiheit eingeschränkt und das Shopping-Gefühl fällt weg“, sagt die Nordenhamer Geschäftsfrau.

Im Vergleich zur vergangenen Woche habe sie am Montag weniger Kunden gehabt, hat sie festgestellt.

Merle Ullrich
Merle Ullrich Redaktion Brake