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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Braker Diesel-Käufer gewinnt gegen VW-Konzern

22.05.2019

Brake Klarer Erfolg für einen Braker Bürger: Das Landgericht Oldenburg hat großen Teilen seiner Klage stattgegeben und den Volkswagen-Konzern zur Zahlung von 15 081,62 Euro und zur Rücknahme seines VW Beetle verurteilt. Der zugestandene Schadenersatz ergibt sich laut Urteil aus einem Schaden in Höhe des Kaufpreises abzüglich der Nutzung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Braker hatte im Jahr 2014 einen gebrauchten VW Beetle mit 2,0-Liter-Diesel-Motor und einer Laufleistung von 11 000 Kilometern gekauft. Der Preis: 19 900 Euro.

Im Zusammenhang mit der VW-Diesel-Affäre stellte sich heraus, dass dieses Fahrzeug mit einer sogenannten „Schummelsoftware“ ausgestattet war, heißt es in einer Pressemitteilung der Braker Anwaltskanzlei Moritz, Pille, Beck, Beck-Pistor. Danach täuschte der Motor einen geringen Schadstoffausstoß auf dem Prüfstand vor, der im Normalbetrieb nicht vorhanden war.

Bei einer aktuellen Gesamtlaufleistung von knapp 70.000 Kilometern verlangte der Braker, der von den Fachanwälten für Verkehrsrecht, Hans-Dieter Beck und Corinna Beck-Pistor, vertreten wurde, nach Bekanntwerden der „Schummelei“ die Rückabwicklung des Kaufvertrages. Er hätte das Fahrzeug nicht erworben, wenn er von der verbauten Motorsteuerungssoftware gewusst hätte.

Der VW-Konzern war zu einer Rücknahme außergerichtlich allerdings nicht bereit. Seine Vertreter argumentierten in der mündlichen Verhandlung, dass das Fahrzeug technisch sicher und gebrauchstauglich sei. Deshalb wurde beim Landgericht Oldenburg Klage eingereicht. Mit Urteil vom 10. Mai dieses Jahres (Az.: 13 O 3531/18) gab das Landgericht der Klage statt. Der VW-Konzern muss das Fahrzeug zurücknehmen und an den Braker 15.000 Euro zurückzahlen. In dem Urteil wird auch festgestellt, dass sich der Automobilhersteller mit der Rücknahme im Annahmeverzug befinde.

Wie die Fachanwälte für Verkehrsrecht, Hans-Dieter Beck und Corinna Beck-Pistor, mitteilen, habe ein seriöser Händler dem Braker das Angebot gemacht, das Fahrzeug für 8500 Euro anzukaufen. Der wirtschaftliche Erfolg für den Braker durch die erfolgreiche Klage in Höhe von 6500 Euro vergrößere sich jeden Tag: Ein weiterer Abzug für Nutzungsvorteile findet nach der letzten mündlichen Verhandlung nicht mehr statt. Der VW-Konzern hat die Möglichkeit, gegen das Urteil Berufung beim Oberlandesgericht Oldenburg einzulegen.

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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