BRAKE - Das Bild des Kühe melkenden, Mist schaufelnden und gemächlich mit dem Traktor über Landstraßen dahinzuckelnden Bauern vergilbt mehr und mehr. Längst sind Landwirte marktorientierte Kleinunternehmer, die für ihren wirtschaftlichen Erfolg Schritt halten müssen – mit dem technischen Fortschritt, aber auch mit den Marketingstrategien, derer sich auch Handel oder Handwerk bedienen. Verhandlungsgeschick und eine wettbewerbsgerechte Selbstdarstellung sind da von großem Vorteil.
Dieser Entwicklung trägt ein Wettbewerb der Berufsbildenden Schulen (BBS) für den Landkreis Wesermarsch Rechnung. Dort bildet das Thema Rhetorik eine Unterrichtseinheit in der Ausbildung angehender Landwirte und Hauswirtschafterinnen. Am Mittwoch stellten sich 20 Schüler mit drei- bis fünfminütigen Vorträgen zu Themen aus ihrem jeweiligen Berufsfeld dem Urteil einer ehrenamtlichen Jury, bestehend aus Ellen Padeken, bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zuständig für die Landjugendberatung, sowie fünf künftigen Berufskollegen aus der Landwirtschaft.
Der an der BBS Wesermarsch jährlich stattfindende Rhetorik-Wettbewerb diene zum einen der Vorbereitung auf die Abschlussprüfung, zum anderen bereite er auf die späteren Anforderungen im Berufsleben vor, erläuterte Ellen Padeken. „Sich beim Reden sicher zu fühlen, kommt auch der eigenen Persönlichkeitsentwicklung enorm zu Gute.“
Den Sieg in den beiden Wettbewerbsgruppen und damit das Ticket für den Gebietsentscheid des Vortragswettbewerbes der Landwirtschaftskammer am 21. März in Westerstede sicherten sich Anna Hobbie und Meike Hahler. Auf Platz zwei folgten Lars Rose und Gunnar Gloystein, dritte wurden Lars Gooßen, Andrea Wulff und Inken Schierenstedt.
