BRAKE - „Vom Homo Sapiens zum Homo Dummkopf?“ – Für den Öko-Querdenker und Solar-Papst Dr. Franz Alt ist dies eine realistische Bezeichnung. Ob und wie „Homo Dummkopf“ die Klimakatastrophe noch abwenden kann, darüber hat sich der medienwirksame Publizist seine Gedanken gemacht, sie in seinem neuesten Buch „Sonnige Ausssichten – Wie Klimaschutz zum Gewinn für alle wird“ festgehalten. Aus diesem Reservoir schöpft Alt beim Vortragsabend in der LzO reichlich, leidenschaftlich, ohne Scheu vor Kraftausdrücken und plakativen Rundumschlägen.
Im Schwinden nicht erneuerbarer Energien wie Öl, Kohle, Gas und Uran sieht er eine Chance zum Umdenken. Solarenergie ist die unerschöpfliche Ressource, der sich Franz Alt voll und ganz verschrieben hat. „Die Sonne scheint für alle – das Solarzeitalter wird die wichtigste Kulturrevolution der Menschheitsgeschichte. Wir müssen den Motor unseres Wirtschaftens endlich auf die natürliche Hauptenergie unseres Planeten umstellen.“
Das habe noch längst nicht jeder begriffen, so Alt, auch Architekten müssten endlich lernen, wo Süden ist und bei einem Gang durch Braker Straßen hat er festgestellt: „Auch hier gibt es fast keine Solaranlagen.“
Mit artigem Lob vermerkt der Publizist, dass die Bundeskanzlerin „wahrscheinlich ein Segen für Deutschland und die Welt ist“. Sie habe den Klimaschutz zur Chefsache gemacht. Es sei machbar, zitiert Alt aus einer Studie des Wuppertal-Instituts für Klima, Energie und Verkehr, im Jahr 2050 40 Prozent der Energie von der Sonne, 30 Prozent aus Bioenergie, 15 Prozent aus Windkraft, 10 Prozent aus Wasserkraft und nur noch 5 Prozent aus Erdöl zu schöpfen. Alt: „Die erneuerbaren Ressourcen reichen auch in der Zukunft für jedermanns Bedürfnisse, sie reichen aber nicht für Spekulanten.“
Mit einem Feuerwerk an Imperativen hat der Publizist die meisten seiner Zuhörer überzeugt, es gibt viel Beifall und die Frage- und Antwortstunde nutzt Alt noch einmal, um auf die einzudreschen, die sich gegen Solartechnik stellen: „Bedenkenträger, Beamte, abhängige Richter und Politiker – denen ist kein Argument zu doof."
