Bramsche/Hannover - Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz hat die vom Bundesrat beschlossene Verlängerung der Kastenstandhaltung von Sauen kritisiert. „Wir sind der Meinung, die Verlängerung um acht Jahre ist Unfug“, sagte der stellvertretende Vorsitzende Thomas Blaha der Nachrichtenagentur dpa in Bramsche. Notwendig sei ein sofortiger Start in den Ausstieg, betonte der frühere Professor der Tierärztlichen Hochschule Hannover.

Die Folge der Übergangsfrist sei, dass es nach acht Jahren immer noch Kastenstände gebe. Innerhalb von acht Jahren lasse sich aber die gesamte Sauenhaltung auf die Gruppenhaltung umbauen, das sei international und in Deutschland bewiesen. Es gebe bereits praxisreife Haltungsformen ohne Kastenstand auch für die konventionelle Schweinehaltung, sagte Blaha. Die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung sei kein modernes Instrument mehr, die Tierhaltung zu regeln.