Dippoldiswalde/Bösel - Schock in Bösels Partnerstadt Dippoldiswalde im Erzgebirge. In der Nacht zu Sonntag brannten plötzlich mehrere Container, die für die Unterbringung von Asylbewerbern vorgesehen waren. Eine Stunde zuvor hatte es bereits im wenige Kilometer nördlich liegenden Dresden ein Feuer in einer leerstehenden vierstöckigen Unterkunft gegeben.

Der Eigentümer der Container bezifferten den Schaden auf 300 000 Euro. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Daher ermittelt das Operative Abwehrzentrum (OAZ) gegen Extremismus.

In den vergangenen Monaten hatte es in Sachsen mehrfach Anschläge auf Asylunterkünfte gegeben. So zündeten Unbekannte im Juni in Meißen eine frisch sanierte Unterkunft für Flüchtlinge an. Einen Monat später wurde ein Flüchtlingsheim in Böhlen beschossen. Ebenfalls im Juli warfen Brandstifter Molotowcocktails auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Lunzenau. Im August traf ein Brandsatz eine noch unbewohnte Unterkunft in Leipzig.