BREMEN - Bundesweit nimmt die Zahl privater Insolvenzen ab - im kleinsten Bundesland Bremen gehen im Schnitt aber trotz der guten wirtschaftlichen Gesamtlage immer noch die meisten Haushalte pleite.
Wie die Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel am Mittwoch berichtete, waren in den ersten drei Quartalen dieses Jahres statistisch gesehen nirgendwo so viele Menschen überschuldet wie in der Hansestadt und in Bremerhaven. Im Mittel gab es dort 227 Pleiten auf 100.000 Einwohner, teilte Bürgel mit.
Das Land Bremen hatte schon zu Jahresbeginn die Länderliste der Privatinsolvenzen angeführt.
Auch die Nachbarn in Niedersachsen schnitten bei der Analyse kaum besser ab. Unter allen Bundesländern lag es mit 164 Privatinsolvenzen auf dem drittschlechtesten Platz. Im Durchschnitt gab es zwischen Januar und September in Deutschland 126 solcher Fälle je 100.000 Einwohner. Am wenigsten Privatpleiten wurden in Baden-Württemberg (94) und Bayern (92) registriert.
